Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet für die meisten Menschen Stress. Ungewohnte Umgebung, medizinische Eingriffe, Zeitdruck, fremde Personen – all das kann verunsichern. Für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung jedoch wird der Klinikalltag häufig zur kaum überwindbaren Hürde. Gleichzeitig stößt auch das medizinische Personal dabei regelmäßig an seine Belastungsgrenzen.
Wenn Routinen fehlen und Reizüberflutung entsteht
Krankenhäuser sind komplexe Systeme mit klaren Abläufen, festen Zeitplänen und hohem Tempo. Für Menschen mit kognitiven EinschränkungenMenschen mit kognitiven Einschränkungen können diese Strukturen schwer verständlich oder kaum nachvollziehbar sein.
Typische Belastungsfaktoren sind:
Unbekannte Räumlichkeiten
Wechselndes Personal
Fachsprache und komplizierte Erklärungen
Lärm, Hektik und Reizüberflutung
Fehlende vertraute Bezugspersonen
Individuelle Behandlungspläne
Sensibilisierung des Personals
Strukturierte Übergaben relevanter Informationen
Was für andere „nur“ unangenehm ist, kann hier Angst, Überforderung oder herausforderndes Verhalten auslösen.
Kommunikation als zentrale Herausforderung
Eine der größten Hürden ist die Kommunikation. Viele Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung haben eingeschränkte sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten oder benötigen unterstützte Kommunikation.
Missverständnisse können dazu führen, dass:
Schmerzen nicht richtig wahrgenommen werden
Symptome falsch interpretiert werden
Ängste eskalieren
Einverständniserklärungen nicht ausreichend verstanden werden
Symptome falsch interpretiert werden
Einverständniserklärungen nicht ausreichend verstanden werden
Ängste nehmen
Für das Personal bedeutet das zusätzlichen Aufwand – in einem ohnehin stark verdichteten Arbeitsalltag.
Wenn Engagement auf strukturelle Grenzen trifft
Pflegekräfte und Ärzt:innen möchten in der Regel gut versorgen. Doch Zeitdruck, Personalmangel und fehlende spezialisierte Schulungen erschweren eine individuelle Betreuung.
Oft fehlen:
Spezifische Fortbildungen im Umgang mit Menschen mit Behinderung
Barrierefreie Informationsmaterialien
Feste Ansprechpartner oder Koordinationsstellen
Angepasste räumliche Strukturen
Angepasste räumliche Strukturen
Das Ergebnis ist Frustration auf beiden Seiten: Betroffene fühlen sich nicht verstanden, das Personal fühlt sich überfordert.
Warum Inklusion im Gesundheitswesen mehr bedeutet als Barrierefreiheit
Inklusion im Krankenhaus bedeutet nicht nur Rampen und Aufzüge. Sie umfasst:
Leichte Sprache bei Aufklärungsgesprächen
Einbindung von Angehörigen oder Assistenzpersonen
Individuelle Behandlungspläne
Einbindung von Angehörigen
Sensibilisierung des Personals
Strukturierte Übergaben relevanter Informationen
Ein sensibler Umgang spart am Ende oft Zeit – weil Krisensituationen vermieden werden können.
Was sich ändern muss
Um die Situation nachhaltig zu verbessern, braucht es:
1. Verpflichtende Schulungen im Umgang mit Menschen mit Behinderung
2. Spezialisierte Beauftragte oder Lotsensysteme in Kliniken
3. Standardisierte Informationsbögen**, die besondere Bedarfe erfassen
4. Mehr Zeitressourcen für komplexe Betreuungssituationen
5.Eine klare gesundheitspolitische Priorisierung des Themas
Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung haben das gleiche Recht auf hochwertige medizinische Versorgung wie alle anderen. Doch Gleichbehandlung bedeutet nicht immer gleiche Behandlung – sondern bedarfsgerechte Unterstützung.
Fazit
Ein Krankenhausaufenthalt darf keine zusätzliche Belastung werden, nur weil Strukturen nicht ausreichend angepasst sind. Eine inklusive Gesundheitsversorgung ist kein „Extra“, sondern ein Qualitätsmerkmal moderner Medizin.
Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus: Ohne Angst mit Assistenz
Der Sozialverband VdK macht sich dafür stark, dass die Begleitung von Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus bezahlt wird. Bei Nicole Vorberg ist das schon der Fall, da sie ihre Assistentin ...nach dem Arbeitgebermodell beschäftigt.
Ab November 2022 soll auch die Begleitung in die Klinik durch Angehörige, enge Vertrauenspersonen oder Mitarbeiter einer Behinderteneinrichtung finanziert werden, wenn sie aus medizinischen Gründen notwendig ist. Ausgenommen sind nach wie vor Menschen mit Demenz, die aber ebenso darauf angewiesen wären. Hier fordert der VdK: Nachbessern!Mehr anzeigen
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Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus: Ohne Angst mit Assistenz
Der Sozialverband VdK macht sich dafür stark, dass die Begleitung von ...
Der Sozialverband VdK macht sich dafür stark, dass die Begleitung von Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus bezahlt wird. Bei Nicole Vorberg ist das schon der Fall, da sie ihre Assistentin ...nach dem Arbeitgebermodell beschäftigt.
Ab November 2022 soll auch die Begleitung in die Klinik durch Angehörige, enge Vertrauenspersonen oder Mitarbeiter einer Behinderteneinrichtung finanziert werden, wenn sie aus medizinischen Gründen notwendig ist. Ausgenommen sind nach wie vor Menschen mit Demenz, die aber ebenso darauf angewiesen wären. Hier fordert der VdK: Nachbessern!Mehr anzeigen
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Inklusive Medizin: Mehr Raum für Patienten mit Behinderung
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Patienten mit Behinderung im Krankenhaus benötigen mehr Raum. Die Gründe dafür erläutert Dr. Jörg Stockmann, Chefarzt der Inklusiven Medizin am Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe, im Interview.
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Film medINKLUSION Barrierefreie Medizin
Dieser Film zeigt die Herausforderungen in der medizinischen ...
Dieser Film zeigt die Herausforderungen in der medizinischen Versorgung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.
„Menschen mit intellektueller und mehrfacher Beeinträchtigung sind in Gefahr, medizinisch unterversorgt zu sein. Spitäler sind gefordert, sich ...auf diese gefährdeten Menschen besser einzustellen und den Umgang mit behindertenspezifischen Krankheitsbildern und ungewohnten Verhaltensweisen zu lernen", betont Bernhard Schmid, Generalsekretär der Lebenshilfe Wien. Das Angebot der Mehrfachbehindertenambulanz im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien ist Vorzeigebeispiel für eine auf Menschen mit Behinderung geschulte Anlaufstelle. Drehscheiben dieser Art wünscht sich die Lebenshilfe Wien flächendeckend in Spitälern und vernetzt sich mit Wiener Gesundheitsexpertinnen und -experten.
MZEB Medizinisches Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung
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Das Medizinische Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung (MZEB) am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf in Hamburg versteht sich als Ergänzung zum medizinischen Versorgungsangebot durch niedergelassene Ärzte für Patienten, die aufgrund ...der Art, Schwere oder Komplexität ihrer Behinderung eine besondere Expertise brauchen.
Spezialisierte Station für psychisch kranke Menschen mit geistiger Behinderung - A10
Auf der Station A10 des Sächsischen Krankenhauses für Psychiatrie und ...
Auf der Station A10 des Sächsischen Krankenhauses für Psychiatrie und Neurologie werden psychisch kranke Menschen mit geistiger Behinderung behandelt. Dafür bieten wir 18 Behandlungsplätze an.
Die Aufgabe der Station besteht ...sowohl in einer differenzierten Diagnostik als auch einer kurzfristigen Krisenintervention oder längerfristigen Behandlung der psychiatrischen Störung.
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In unserem Fachkrankenhaus in Liebenau stehen insgesamt 62 Betten der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Erwachsenenpsychiatrie und der Inneren Medizin zur Verfügung. https://www.stiftung-liebenau.de/gesundheit/
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Krankenhaus inklusiv: Behandlung von Menschen mit Mehrfachbehinderung
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Bei Menschen mit geistiger oder schwerer #Mehrfachbehinderung werden Krankheiten oft nicht rechtzeitig erkannt und angemessen behandelt. Die Folge: Sie leiden häufiger an Schmerzen, das Risiko eines frühzeitigen Todes steigt. Die ...Behandlung ist aufgrund des spezifischen Hilfebedarfs komplexer und ressourcenaufwendiger. Viele Kliniken sind auf die besonderen Bedarfe der Menschen nicht eingestellt. Mit dem bundesweit ersten Qualitätsvertrag zur Versorgung dieser Zielgruppe im Krankenhaus möchte das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf die Behandlung verbessern, z.B. durch ein effektives Aufnahme- und Entlassungsmanagement, eine Lotsin als feste Bezugsperson oder Unterstützte Kommunikation und Schulung der Mitarbeitenden. Auch bei den Patient:innen werden auf diese Weise #Selbstbestimmung und informierte Entscheidungen gefördert. Weitere Informationen hat das Klinikum auf seiner Webseite zusammengestellt: http://www.evangelisches-krankenhaus-alsterdorf.de
Das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf ist für den MSD Gesundheitspreis 2022 nominiert. Mit dem Preis werden Projekte ausgezeichnet, die dazu beitragen, die Qualität der Patientenversorgung in Deutschland zu verbessern. Eine unabhängige Jury aus Gesundheitsexpert:innen hat bereits die 10 Projekte ausgewählt, die die Bewerbungskriterien am besten erfüllen. Jede:r kann für seinen Favoriten unter http://www.msd.de/gesundheitspreis/2022 abstimmen.
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Aufgrund von Personalmangel werden Pflegeschüler häufig bereits als vollwertige Pflegekräfte eingesetzt. Darunter leiden die Schüler - und deren fachliche Ausbildung.
Ich bin Sozialdemokrat und habe diesen Blog erstellt, um über das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu informieren. Dabei geht es um Probleme im Alltag, wie zum Beispiel barrierefrei zugängliche Gebäude. Außerdem berichte ich über Schwierigkeiten in der ÖVP und gebe viele weitere Informationen zur Unterstützung von Menschen mit einem Handicap. Ich selbst habe ADHS, was mich ebenfalls zu den Menschen mit Behinderungen zählt.