Epilepsie & Behinderung: Früherkennung, Behandlung und Aufklärung
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung des Gehirns. Dabei kommt es zu plötzlich auftretenden epileptischen Anfällen. Diese entstehen durch synchron verlaufende elektrische Entladungen von Nervenzellen im Gehirn.
Früher wurde Epilepsie auch „Fallsucht“ genannt. Heute weiß man jedoch, dass die Erkrankung viele unterschiedliche Formen haben kann. Manche Menschen erleben nur kurze Aussetzer, während andere starke Krampfanfälle bekommen.
Von einer Epilepsie spricht man meist dann, wenn mindestens zwei epileptische Anfälle ohne erkennbare Ursache auftreten. Außerdem kann die Diagnose bereits nach einem Anfall gestellt werden, wenn ein hohes Risiko für weitere Anfälle besteht.
Diagnose
MRT-Schnittbilder eines menschlichen Gehirns
Die Diagnose erfolgt durch neurologische Untersuchungen. Wichtig ist dabei die genaue Beschreibung der Anfälle. Zusätzlich werden häufig ein Elektroenzephalogramm (EEG), Blutuntersuchungen sowie bildgebende Verfahren wie MRT eingesetzt.
Außerdem hilft es Ärzten, wenn Angehörige den Verlauf eines Anfalls genau beobachten. Auch Videos eines Anfalls können bei der Diagnosestellung hilfreich sein.
Epidemiologie
Epilepsie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. In Deutschland leben mehrere hunderttausend Menschen mit dieser Erkrankung. Grundsätzlich kann Epilepsie in jedem Alter auftreten.
Ursachen von Epilepsien
Die Ursachen einer Epilepsie sind unterschiedlich. Häufig spielen genetische Faktoren eine Rolle. Allerdings können auch Schlaganfälle, Hirnverletzungen, Entzündungen oder Tumore epileptische Anfälle auslösen.
Darüber hinaus können Schlafmangel, Alkoholentzug oder starker Stress Anfälle begünstigen. Nicht immer lässt sich jedoch eine genaue Ursache feststellen.
Einteilung der Anfallsformen
Epileptische Anfälle werden in verschiedene Formen eingeteilt. Dabei unterscheidet man vor allem zwischen fokalen und generalisierten Anfällen.
Fokale Anfälle: Sie beginnen in einem bestimmten Bereich des Gehirns.
Generalisierte Anfälle: Hier ist das gesamte Gehirn betroffen.
Absencen: Kurze Bewusstseinsaussetzer ohne starke Bewegungen.
Tonisch-klonische Anfälle: Krampfanfälle mit Muskelzuckungen und Bewusstlosigkeit.
Einteilung der Epilepsien
Ärzte unterscheiden verschiedene Epilepsieformen. Einige entstehen durch genetische Ursachen, andere durch Schädigungen des Gehirns. Außerdem gibt es Epilepsien, bei denen die genaue Ursache unbekannt bleibt.
Komplikationen und Folgen
Epilepsie kann den Alltag stark beeinflussen. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter Ängsten oder Unsicherheiten. Außerdem besteht bei schweren Anfällen ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
Besonders problematisch sind häufige Anfälle. Sie können Schule, Beruf oder soziale Kontakte erschweren. Deshalb benötigen viele Menschen Unterstützung im Alltag.
Diagnostik
Zur Diagnostik gehören neurologische Untersuchungen, EEGs sowie bildgebende Verfahren. Zusätzlich prüfen Ärzte mögliche Auslöser und Begleiterkrankungen.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt meist mit Medikamenten gegen epileptische Anfälle. Diese Medikamente werden Antiepileptika genannt. Viele Betroffene können dadurch anfallsfrei leben.
Wenn Medikamente nicht ausreichend helfen, kommen weitere Behandlungsmöglichkeiten infrage. Dazu zählen spezielle Operationen, Nervenstimulationen oder bestimmte Ernährungsformen wie die ketogene Diät.
Prognose
Die Prognose ist unterschiedlich. Manche Menschen bleiben nach einer Behandlung dauerhaft anfallsfrei. Andere benötigen langfristig Medikamente oder weitere Therapien.
Eine frühe Diagnose und eine passende Behandlung verbessern jedoch oft die Lebensqualität deutlich.
Epilepsie-Tag
Der internationale Epilepsie-Tag macht jedes Jahr auf die Erkrankung aufmerksam. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und über Epilepsie aufzuklären.
Recht, Schwerbehinderung und Kraftfahreignung
Je nach Schwere der Erkrankung kann bei Epilepsie ein Grad der Behinderung (GdB) festgestellt werden. Dadurch erhalten Betroffene verschiedene Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten.
Menschen mit Epilepsie dürfen nicht immer sofort ein Fahrzeug führen. Entscheidend ist dabei, wie häufig Anfälle auftreten und ob die Erkrankung gut behandelt werden kann.
In vielen Fällen ist Autofahren nach einer bestimmten anfallsfreien Zeit wieder möglich. Die genaue Entscheidung treffen jedoch Ärzte und Behörden nach den geltenden Vorschriften.
Erste Hilfe bei einem epileptischen Anfall
Bei einem epileptischen Anfall sollten Betroffene nicht festgehalten werden. Stattdessen ist es wichtig, gefährliche Gegenstände aus dem Weg zu räumen und den Kopf zu schützen.
Ruhe bewahren
Betroffene nicht festhalten
Verletzungsgefahren entfernen
Enge Kleidung lockern
Anfallsdauer beobachten
Bei langen Anfällen den Notruf 112 wählen
Besondere Vorsicht gilt im Straßenverkehr oder auf Treppen. Außerdem sollten badende Personen sofort gesichert werden, damit der Kopf über Wasser bleibt.
Hilfreiche Informationen bietet außerdem die Deutsche Epilepsievereinigung. Dort finden Betroffene und Angehörige weitere Hinweise zum Umgang mit epileptischen Anfällen.
Mein Fazit
Epilepsie ist mehr als nur eine neurologische Erkrankung. Für viele Betroffene beeinflusst sie den gesamten Alltag. Trotzdem können viele Menschen mit der richtigen Behandlung ein selbstbestimmtes Leben führen.
Deshalb sind Aufklärung, Verständnis und Unterstützung besonders wichtig. Außerdem helfen Beratungsstellen und Selbsthilfeorganisationen dabei, Ängste abzubauen und Betroffene zu stärken.
Hilfreiche und informative Videos zum Thema Epilepsie
Krampfanfall: Erkennen und schnell handeln | Notarzt erklärt Erste Hilfe für Alle
Ein Krampfanfall kann jeden treffen, und es betrifft nicht nur die Betroffenen selbst. Vielleicht stehen Sie zufällig daneben und sehen, wie jemand zuckt, hinfällt und weiterkrampft. Für Außenstehende ist das ...ein dramatischer Anblick. Doch mit dem richtigen Wissen können Sie helfen und Schlimmeres verhindern. Ich bin Dr. TW, seit vielen Jahren Krankenhausarzt und Notarzt. In meiner Laufbahn hatte ich schon dutzende Einsätze wegen Krampfanfällen. Für Außenstehende wirkt so ein Anfall dramatisch und beängstigend, doch mit dem richtigen Wissen können Sie Betroffenen nicht nur helfen, sondern auch Gefahren abwenden.
00:00 | Was tun bei Krampfanfall
01:06 | Symptome
02:52 | Maßnahmen
05:08 | Auch das sollten Sie noch wissen
#krampfanfall #medizin #gesundheit
Symptome erkennen
Ein Krampfanfall beginnt meist plötzlich und äußert sich in unkontrollierbaren Muskelzuckungen. Betroffene reagieren nicht mehr auf Ansprache, verlieren in vielen Fällen das Bewusstsein, und es kommt nicht selten zu einem Zungenbiss, Einnässen oder auch Schaum vor dem Mund. Solche Anfälle dauern in der Regel weniger als zwei Minuten, doch für Außenstehende wirken sie wie eine Ewigkeit. Danach folgt häufig die sogenannte postiktale Phase: Die Betroffenen sind verwirrt, wissen nicht, was passiert ist, und sind so erschöpft, dass sie oft sofort einschlafen. Nicht jeder Anfall sieht jedoch gleich aus, da die Symptome je nach betroffener Gehirnregion auch nur einzelne Körperteile betreffen können.
Erste Hilfe leisten
Wenn Sie Zeuge eines Krampfanfalls werden, ist das Wichtigste, Ruhe zu bewahren. Rufen Sie den Rettungsdienst unter 112, außer Sie wissen sicher, dass es sich um einen bekannten Anfall handelt, der bereits ärztlich abgeklärt ist. Entfernen Sie gefährliche Gegenstände aus der Umgebung und versuchen Sie, den Kopf der betroffenen Person mit einer Jacke oder einem Kissen zu schützen. Wichtig ist, dass Sie den Betroffenen nicht festhalten. Ein Anfall lässt sich nicht stoppen, er muss durchlaufen. Merken Sie sich die Dauer des Anfalls, denn diese Information ist für die ärztliche Diagnose entscheidend. Wenn es Ihnen möglich ist, filmen Sie den Anfall. Das wirkt vielleicht befremdlich, kann aber für den Neurologen später eine wertvolle Hilfe sein, um die Art des Anfalls zu bestimmen. Sobald der Anfall vorbei ist, bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, damit sie frei atmen kann und keine Gefahr besteht, an Speichel oder Erbrochenem zu ersticken. Bleiben Sie unbedingt bei der Person, bis sie wieder klar ansprechbar ist.
Wann der Notarzt zwingend nötig ist
Selbst wenn Anfälle bekannt sind, gibt es Situationen, in denen sofort der Rettungsdienst alarmiert werden muss. Dazu gehören Anfälle, die länger als fünf Minuten dauern, mehrere Anfälle direkt hintereinander oder wenn Atemprobleme und Verletzungen auftreten. Als Notarzt sage ich Ihnen: Lieber einmal zu viel den Notruf wählen als einmal zu wenig.
▬ Über diesen Kanal ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Mit „Video-Visite Dr. Weigl“ haben Sie den aktuellen und medizinisch-wissenschaftlichen Kanal gefunden, der Themen rund um die Bereiche Schmerzen, #Medizin und #Gesundheit verständlich aber basierend auf Fakten, Richtlinien und Studien beschreibt.
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Rechtlicher Hinweis / Disclaimer: Die Videos dienen ausschließlich Ihrer Information und ersetzt niemals eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose beim approbierten, qualifizierten Facharzt. Insbesondere bei Medikamenten gilt es Rücksprache mit Ihrem Arzt zu führen und die Packungsbeilage zu beachten. Die zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen verwendet werden. Haftung ausgeschlossen.
Krampfanfall: Erkennen und schnell handeln | Notarzt erklärt Erste Hilfe für Alle
Ein Krampfanfall kann jeden treffen, und es betrifft nicht nur die ...
Ein Krampfanfall kann jeden treffen, und es betrifft nicht nur die Betroffenen selbst. Vielleicht stehen Sie zufällig daneben und sehen, wie jemand zuckt, hinfällt und weiterkrampft. Für Außenstehende ist das ...ein dramatischer Anblick. Doch mit dem richtigen Wissen können Sie helfen und Schlimmeres verhindern. Ich bin Dr. TW, seit vielen Jahren Krankenhausarzt und Notarzt. In meiner Laufbahn hatte ich schon dutzende Einsätze wegen Krampfanfällen. Für Außenstehende wirkt so ein Anfall dramatisch und beängstigend, doch mit dem richtigen Wissen können Sie Betroffenen nicht nur helfen, sondern auch Gefahren abwenden.
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Symptome erkennen
Ein Krampfanfall beginnt meist plötzlich und äußert sich in unkontrollierbaren Muskelzuckungen. Betroffene reagieren nicht mehr auf Ansprache, verlieren in vielen Fällen das Bewusstsein, und es kommt nicht selten zu einem Zungenbiss, Einnässen oder auch Schaum vor dem Mund. Solche Anfälle dauern in der Regel weniger als zwei Minuten, doch für Außenstehende wirken sie wie eine Ewigkeit. Danach folgt häufig die sogenannte postiktale Phase: Die Betroffenen sind verwirrt, wissen nicht, was passiert ist, und sind so erschöpft, dass sie oft sofort einschlafen. Nicht jeder Anfall sieht jedoch gleich aus, da die Symptome je nach betroffener Gehirnregion auch nur einzelne Körperteile betreffen können.
Erste Hilfe leisten
Wenn Sie Zeuge eines Krampfanfalls werden, ist das Wichtigste, Ruhe zu bewahren. Rufen Sie den Rettungsdienst unter 112, außer Sie wissen sicher, dass es sich um einen bekannten Anfall handelt, der bereits ärztlich abgeklärt ist. Entfernen Sie gefährliche Gegenstände aus der Umgebung und versuchen Sie, den Kopf der betroffenen Person mit einer Jacke oder einem Kissen zu schützen. Wichtig ist, dass Sie den Betroffenen nicht festhalten. Ein Anfall lässt sich nicht stoppen, er muss durchlaufen. Merken Sie sich die Dauer des Anfalls, denn diese Information ist für die ärztliche Diagnose entscheidend. Wenn es Ihnen möglich ist, filmen Sie den Anfall. Das wirkt vielleicht befremdlich, kann aber für den Neurologen später eine wertvolle Hilfe sein, um die Art des Anfalls zu bestimmen. Sobald der Anfall vorbei ist, bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, damit sie frei atmen kann und keine Gefahr besteht, an Speichel oder Erbrochenem zu ersticken. Bleiben Sie unbedingt bei der Person, bis sie wieder klar ansprechbar ist.
Wann der Notarzt zwingend nötig ist
Selbst wenn Anfälle bekannt sind, gibt es Situationen, in denen sofort der Rettungsdienst alarmiert werden muss. Dazu gehören Anfälle, die länger als fünf Minuten dauern, mehrere Anfälle direkt hintereinander oder wenn Atemprobleme und Verletzungen auftreten. Als Notarzt sage ich Ihnen: Lieber einmal zu viel den Notruf wählen als einmal zu wenig.
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Krampfanfälle: Julia (20) lebt mit Epilepsie | TRU DOKU
Wasser kochen, schwimmen, Auto fahren oder ins Kino gehen – für Julia ...
Wasser kochen, schwimmen, Auto fahren oder ins Kino gehen – für Julia können diese Situationen lebensgefährlich werden. Denn Julia hat mehrere epileptische Anfälle die Woche.
Mit 5 Jahren bricht Julia plötzlich im Garten zusammen. Ihre Eltern bringen sie sofort ins Krankenhaus. Dort erhält sie die Diagnose: Epilepsie. Ab diesem Moment hat Julia mehrere Anfälle pro Woche. Ihr Alltag ist stark von der Epilepsie bestimmt.
In der Pubertät verschwindet ihre Epilepsie – die Krankheit scheint besiegt.
Drei Jahre lang hat Julia keinen epileptischen Anfall mehr. Sie genießt ihre Jugend und ist in ihrer Clique als die “Partymaus” bekannt.
Doch eines Tages, mit 17 Jahren, sackt sie auf der Couch plötzlich zusammen und verliert das Bewusstsein. Julia ist direkt klar: Ihre Epilepsie ist zurück.
#epilepsie #trudoku #funk
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Unsere Kolleg:innen von reporter haben ein Video zum Thema jung und im Pflegeheim gemacht. Schaut unbedingt mal rein:Jung und pflegebedürftig: Ihr Weg in ein glückliches Leben | reporter
Willkommen bei TRU DOKU! Bestimmt kennst du schon die spannenden Reportagen von den Kolleg:innen von follow.me reports, STRG_F, Der Fall, Die Frage oder reporter. TRU DOKU ergänzt jede Woche die Vielfalt der funk-Formate mit unglaublichen Dokus über verschiedenste Themen.
Jeden Dienstag gibt es auf unserem Kanal neue Dokus über ganz unterschiedliche Menschen, die aus ihrer Perspektive erzählen, wer sie sind, was sie tun und was sie bewegt. Wir haben keinen Host und keinen Sprecher, das heißt, dass in unseren Filmen jede:r Protagonist:in selbst zu Wort kommt und ihre oder seine Geschichte erzählen kann.
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Ein Film von: Paula Hoyer
Kamera: Matthias Kraus
Ton: Christiane Vogt
Schnitt: Kristin Scherlitz-Hofmann
Redaktion ZDF.reportage: Lisa Borgemeister, Leo Spors
DRIVE beta
Head of Documentary: Catherine Harwardt
Redaktionsleitung: Nico Reimer
Head Autorin: Christin Juchheim
Produktion: Vera Bogner, Florian Fimpel
Community Management: Moritz Steinacker
Mediaproducing: Isabel Rudek, Vicky Janke
Executive Producer: Hannes Jakobsen, Johannes Middelbeck
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Leben ohne Epilepsie | Hochriskante Hirn-OP soll Anfälle verhindern | Doku | SRF Dok
Nicola hat Epilepsie. Er erhofft sich ein anfallfreies Leben dank ...
Nicola hat Epilepsie. Er erhofft sich ein anfallfreies Leben dank einer hochriskanten Operation. Denn durch die vielen Anfälle ist sein Leben geprägt von zermürbenden Kontrollverlusten. Da die Medikamente seine Anfälle ...nicht verhindern können, entschliesst er sich zu dieser Operation.
Als Nicola zehn Jahre alt ist, treten plötzlich seltsame Bewusstseinsstörungen bei ihm auf: Er verharrt mitten in einer Bewegung und ist für einige Sekunden nicht ansprechbar. Neben diesen Absenzen treten in den folgenden Monaten heftige Anfälle auf, bei denen Nicola die Kontrolle über seinen Körper verliert. Er wird medizinisch abgeklärt. Die Diagnose: Epilepsie – eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen.
Über einen längeren Zeitraum werden verschiedene Medikamente ausprobiert – keines davon zeigt die gewünschte Wirkung, die Anfälle bleiben. Nicola darf nicht mehr Velo fahren, schwimmen oder alleine unterwegs sein. Er leidet stark unter den Kontrollverlusten – seine Krankheit wird für die ganze Familie mehr und mehr zur Belastung.
Die Ärzte schlagen Nicola eine Operation vor: die Epilepsieherde sollen entfernt werden. Im Sommer 2016 entfernen Spezialisten des Universitätsspitals Zürich das epileptogene Gewebe. Nicola ist während einer längeren Zeit frei von Anfällen. Ein selbständiges Leben scheint möglich. Doch dann kommen die Anfälle zurück, werden zunehmend heftiger, gar lebensbedrohlich.
Dieser Umstand und die aufkeimende Liebe zu Nicole lassen im 18-Jährigen den Entschluss reifen, sich ein zweites Mal operieren zu lassen. Da der Epilepsieherd nahe am Sprachzentrum liegt, birgt der zweite Eingriff jedoch grosse Risiken. Die behandelnden Ärzte wägen Chancen und Risiken sorgfältig gegeneinander ab. Für Nicola jedoch steht ein Leben frei von Anfällen über allem, er will diese Operation – um jeden Preis.
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Kanalinfo:
Die Teams von SRF Dokus & Reportagen berichten faktentreu, verzichten auf «scripted reality» und sind der journalistischen Redlichkeit verpflichtet. Das Credo der Redaktion: Wir zeigen das Leben in all seinen Schattierungen.
Ich bin Sozialdemokrat und habe diesen Blog erstellt, um über das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu informieren. Dabei geht es um Probleme im Alltag, wie zum Beispiel barrierefrei zugängliche Gebäude. Außerdem berichte ich über Schwierigkeiten in der ÖVP und gebe viele weitere Informationen zur Unterstützung von Menschen mit einem Handicap. Ich selbst habe ADHS, was mich ebenfalls zu den Menschen mit Behinderungen zählt.