Epilepsie & Behinderung: Früherkennung, Behandlung und Aufklärung
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch neurologische Untersuchungen, eine genaue Beschreibung der Anfälle sowie EEG, Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren wie MRT. Hilfreich sind Beobachtungen von Angehörigen oder Videoaufnahmen eines Anfalls.
Epidemiologie
MRT-Schnittbilder eines menschlichen Gehirns
Epilepsie gehört weltweit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. In Deutschland leben mehrere hunderttausend Menschen mit Epilepsie. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten.
Ursachen von Epilepsien
Epilepsien können genetisch bedingt sein oder durch Schlaganfälle, Hirnverletzungen, Entzündungen oder Tumore entstehen. Auch Schlafmangel, Alkoholentzug oder starker Stress können Anfälle begünstigen. Häufig bleibt die genaue Ursache unbekannt.
Einteilung der Anfallsformen
Fokale Anfälle: Beginn in einem begrenzten Hirnareal.
Generalisierte Anfälle: Das gesamte Gehirn ist betroffen.
Absencen: Kurze Bewusstseinsaussetzer.
Tonisch-klonische Anfälle: Krampfanfälle mit Bewusstlosigkeit.
Einteilung der Epilepsien
Medizinisch unterscheidet man genetische Epilepsien, strukturelle Epilepsien (zum Beispiel nach Hirnschädigungen) sowie Epilepsien mit unbekannter Ursache.
Komplikationen und Folgen
Epilepsie kann den Alltag stark beeinflussen. Viele Betroffene entwickeln Ängste oder Unsicherheiten, und bei schweren Anfällen besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
Häufige Anfälle erschweren Schule, Beruf und soziale Kontakte – Unterstützung im Alltag ist daher oft notwendig.
Diagnostik
Zur Diagnostik gehören neurologische Untersuchungen, EEG und bildgebende Verfahren. Zusätzlich prüfen Ärztinnen und Ärzte mögliche Auslöser sowie Begleiterkrankungen.
Behandlung
Die Therapie erfolgt meist mit Medikamenten gegen epileptische Anfälle (Antiepileptika). Viele Menschen werden dadurch anfallsfrei.
Wenn Medikamente nicht ausreichen, kommen Operationen, Nervenstimulationen oder spezielle Ernährungsformen wie die ketogene Diät infrage.
Prognose
Die Prognose ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Menschen bleiben dauerhaft anfallsfrei, andere benötigen langfristig Medikamente oder weitere Therapien.
Eine frühe Diagnose und eine passende Behandlung verbessern die Lebensqualität deutlich.
Epilepsie-Tag
Der internationale Epilepsie-Tag macht jedes Jahr auf die Erkrankung aufmerksam, baut Vorurteile ab und fördert Aufklärung.
Recht, Schwerbehinderung und Kraftfahreignung
Je nach Schwere der Erkrankung kann ein Grad der Behinderung (GdB) festgestellt werden. Damit sind verschiedene Rechte und Unterstützungsangebote verbunden.
Menschen mit Epilepsie dürfen nicht immer sofort ein Fahrzeug führen. Entscheidend ist, wie häufig Anfälle auftreten und ob die Erkrankung gut behandelt werden kann.
In vielen Fällen ist Autofahren nach einer bestimmten anfallsfreien Zeit wieder möglich. Die genaue Entscheidung treffen Ärztinnen, Ärzte und Behörden nach den geltenden Vorschriften.
Erste Hilfe bei einem epileptischen Anfall
Ruhe bewahren
Betroffene nicht festhalten
Gefährliche Gegenstände entfernen
Kopf schützen
Enge Kleidung lockern
Anfallsdauer beobachten
Bei langen Anfällen den Notruf 112 wählen
Mein Fazit
Epilepsie ist mehr als nur eine neurologische Erkrankung. Für viele Betroffene beeinflusst sie den gesamten Alltag. Mit der richtigen Behandlung können jedoch viele Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen.
Aufklärung, Verständnis und Unterstützung sind entscheidend, um Ängste abzubauen und Betroffene zu stärken. Beratungsstellen und Selbsthilfeorganisationen helfen dabei zusätzlich.
Gewitter im Kopf - Interview mit Neurologe Dr. Stefan Krämer zum Thema Epilepsie
Epilepsie zählt zu den häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen in Deutschland und beschreibt eine Funktionsstörung des Gehirns, die sich in Form von epileptischen (krampfartigen) Anfällen äußert. Alleine in Deutschland leiden 800.000 ...Menschen darunter. Bei einem Anfall entladen sich die Gehirnzellen der Betroffenen aufgrund eines Reizes oder einer genetischen Disposition synchron, motorische Fähigkeiten können nicht mehr gesteuert werden. Besonders Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen ab 70 Jahren sind gefährdet. Die Auslöser für einen Krampfanfall können extrem vielfältig sein. In der Regel dauert ein Anfall zwischen ein und zwei Minuten, besonders schwere Anfälle können sogar über fünf Minuten andauern - dann sollte unbedingt ein/e Notärzt*in informiert werden.
Gute Nachricht: Bei guter maßgeschneiderter Therapie können 50 bis 70 Prozent der Epilepsie-Patienten völlig anfalls- und beschwerdefrei leben. Neben allen Varianten der medikamentösen Behandlung bieten wir in unserer Klinik auch übergreifende Kooperationen und operative Therapieverfahren an.
Gewitter im Kopf - Interview mit Neurologe Dr. Stefan Krämer zum Thema Epilepsie
Epilepsie zählt zu den häufigsten chronischen neurologischen ...
Epilepsie zählt zu den häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen in Deutschland und beschreibt eine Funktionsstörung des Gehirns, die sich in Form von epileptischen (krampfartigen) Anfällen äußert. Alleine in Deutschland leiden 800.000 ...Menschen darunter. Bei einem Anfall entladen sich die Gehirnzellen der Betroffenen aufgrund eines Reizes oder einer genetischen Disposition synchron, motorische Fähigkeiten können nicht mehr gesteuert werden. Besonders Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen ab 70 Jahren sind gefährdet. Die Auslöser für einen Krampfanfall können extrem vielfältig sein. In der Regel dauert ein Anfall zwischen ein und zwei Minuten, besonders schwere Anfälle können sogar über fünf Minuten andauern - dann sollte unbedingt ein/e Notärzt*in informiert werden.
Gute Nachricht: Bei guter maßgeschneiderter Therapie können 50 bis 70 Prozent der Epilepsie-Patienten völlig anfalls- und beschwerdefrei leben. Neben allen Varianten der medikamentösen Behandlung bieten wir in unserer Klinik auch übergreifende Kooperationen und operative Therapieverfahren an.
Sendung vom 02. September 2023 80'000 Menschen leiden in der Schweiz ...
Sendung vom 02. September 2023
80'000 Menschen leiden in der Schweiz unter #Epilepsie. Bei einem grossen epileptischen Anfall verlieren die Betroffenen das Bewusstsein, fallen, verkrampfen sich und es kommt zu unkontrollierten ...Zuckungen. Wie kann man Betroffenen helfen und was sollte man unbedingt vermeiden?
Es gibt unterschiedliche Formen von Epilepsien. Zum Beispiel auch eine sogenannte fokale Epilepsie, die man von aussen kaum sieht, die jedoch grosse Auswirkungen im Alltag hat. Über all dies spricht Dr. Jeanne Fürst mit Prof. Stephan Rüegg, Leitender Arzt Neurologie am Universitätsspital Basel und Dr. Katalin Rhomeder-Arday, Psychiaterin in Basel.
Wir nehmen uns auch einem anderen bedeutenden Thema an. Es geht um Pflegende im Spital, die immer mehr Aufgaben übernehmen, welche weit über die Pflege hinausgehen. Eine Krebserkrankung beispielsweise hat Auswirkungen auf Körper und Seele des Menschen. Da können Fragen aufkommen, über die sich nicht so leicht sprechen lässt oder für die keine Ansprechpersonen erreichbar sind. Am Unispital Basel begleiten speziell ausgebildete Pflegeexpertinnen und -experten Patientinnen und Patienten – und auf Wunsch auch Familienangehörige – von der Diagnose bis in die Tumornachsorge.
Themen:
00:35 Wie reagieren bei epileptischem Anfall?
03:37 Auswirkungen im Alltag
11:02 Studiogespräch mit Prof. Stephan Rüegg und Dr. Katalin Rhomeder-Arday
17:42 Spezialisierte Pflegende
Die TV-Sendung #GESUNDHEITHEUTE (SRF 1, Samstag 18:10 Uhr) vermittelt gut verständliche Medizin und informiert über verschiedenste Krankheiten und wirksame Prävention für ein gesundes Leben. Einfach formulierte Antworten von Top-Experten gewähren eine hohe Kompetenz – all das ist GESUNDHEITHEUTE.
Die Themenauswahl ist nicht nur äusserst vielseitig, sie ist aktuell und von hohem Nutzwert. Mit einer ästhetischen Bildsprache und vielen Emotionen sind wir ganz nahe am Menschen und mitten im Leben.
Ich bin Sozialdemokrat und habe diesen Blog erstellt, um über das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu informieren. Dabei geht es um Probleme im Alltag, wie zum Beispiel barrierefrei zugängliche Gebäude. Außerdem berichte ich über Schwierigkeiten in der ÖVP und gebe viele weitere Informationen zur Unterstützung von Menschen mit einem Handicap. Ich selbst habe ADHS, was mich ebenfalls zu den Menschen mit Behinderungen zählt.