Gesichtsausdruck von Angst
Die Generalisierte Angststörung (GAS)
Eine generalisierte Angststörung (GAS) tritt sehr häufig zusammen mit anderen psychischen Erkrankungen auf, vor allem mit Depressionen, anderen Angststörungen (z.B. Panikstörung, soziale Phobie), Essstörungen, Zwangsstörungen und Suchtproblemen (Alkohol/Drogen). Ebenso wie die Zwangsstörungen (OCD) und Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) können ebenfalls gemeinsam mit GAS auftreten. Auch körperliche Erkrankungen (wie Schilddrüsen- oder Herzerkrankungen) können eine Rolle spielen oder gemeinsam auftreten. Die GAS kann das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen, diese Komorbiditäten (gleichzeitige Erkrankungen) können den Verlauf der GAS verschlimmern.
Eine optimale Behandlung der Angststörung als auch die weiteren psychischen und körperlichen Probleme, werden durch eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten Behandelt. Dabei kommen Hauptsächlich Antidepressiva (SSRI/SNRI) zum Einsatz, da sie langfristig die Stimmung heben und Angst lindern.
Medikamenten-Klassen und Beispiele
- Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI): Oft erste Wahl, Wirkung verzögert nach Wochen.
- Wirkstoffe Gruppen: Escitalopram, Paroxetin, Sertralin.
- Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI): Wirken ähnlich wie SSRI.
Andere Antidepressiva:
- Buspiron: Bei Nicht-Ansprechen auf SSRI/SNRI.
- Opipramol: Seltener, da schlechter untersucht.
Antiepileptika (zur Angstlinderung):
- Pregabalin: Wirksam, aber mit Abhängigkeitsrisiko, wird zurückhaltend eingesetzt.
Kurzzeitmittel
- Benzodiazepine (z.B. Tavor, Diazepam): Schnelle Wirkung, hohes Abhängigkeitsrisiko, nur für kurze Zeit.
- Hydroxyzine (Antihistaminikum): Auch zur Kurzzeittherapie.
Wichtige Hinweise
Die Verzögerung der Wirkung von Antidepressiva (4-6 Wochen) liegt daran, dass es nicht nur um den unmittelbaren Medikamentenspiegel geht, sondern um komplexe Langzeiteffekte im Gehirn, wie die Neubildung von Nervenverbindungen (synaptische Plastizität) und die Anpassung von Rezeptoren, die Zeit brauchen, um eine echte Stimmungsverbesserung zu bewirken, obwohl der Wirkstoffspiegel im Blut schon nach wenigen Tagen stabil ist.
Auch die Coulrophobie gehört zu diesem Störungsbild
Angst vor Clowns wird als Coulrophobie bezeichnet und ist eine spezifische, oft irrationale Angst, die durch das unheimliche Aussehen (maskierte, eingefrorene Mimik) und unberechenbare Verhalten von Clowns ausgelöst wird, verstärkt durch Popkultur (Horrorfilme wie „Es“) und kann Symptome wie Panikattacken, Schwitzen und Herzrasen hervorrufen, die auch therapeutisch behandelt werden können. Auch Johnny Depp leidet unter dieser Störung.
Ursachen der Coulrophobie
- Unheimliche Masken und Schminke: Das übertrieben geschminkte Gesicht und die Starrheit der Mimik können die wahren Emotionen verbergen und wirken bedrohlich, da sie die menschliche Fähigkeit zur Mimik-Erkennung stören.
- Unberechenbarkeit: Clowns verhalten sich oft laut, springen und verletzen soziale Normen, was Unsicherheit und Angst auslösen kann.
- Popkulturelle Einflüsse: Horrorfilme und Bücher (z. B. Stephen King’s „Es“, Joker) haben das Bild des Clowns als böse und angsteinflößend geprägt.
- Frühere Erfahrungen: Eine negative oder traumatische Erfahrung in der Kindheit kann die Angst auslösen oder verstärken.
Symptome
Starke Angst oder Unruhe beim Anblick eines Clowns oder dessen Bild.
Panikattacken, Schwindel, Übelkeit, Kurzatmigkeit, Schwitzen, Herzrasen.
Vermeidungsverhalten (z. B. das Meiden von Festen oder Orten mit Clowns).
Dieses Video zeigt, wie eine Person ihre Angst vor Clowns überwinden möchte: