Autismus ist eine komplexe und vielgestaltige neurologische Entwicklungsbesonderheit. Autismus wird heute als Autismus-Spektrum beziehungsweise Autismus-Spektrum-Störung (ASS) bezeichnet, weil sich die Ausprägungen, Fähigkeiten und Unterstützungsbedarfe von Mensch zu Mensch deutlich unterscheiden können. Besonderheiten können unter anderem die soziale Kommunikation und Interaktion, die Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen sowie Verhaltensweisen, Interessen und den Umgang mit Veränderungen betreffen.
Wichtig ist dabei: Autismus ist nicht bei allen Menschen gleich ausgeprägt. Manche autistische Menschen benötigen umfangreiche Unterstützung im Alltag, während andere weitgehend selbstständig leben. Deshalb sollte immer die individuelle Person mit ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen und persönlichen Zielen im Mittelpunkt stehen.
Symbolbild zum Thema Autismus-Spektrum und unterschiedliche Wahrnehmung.
Merkmale des Autismus-Spektrums
Die Merkmale von Autismus zeigen sich in unterschiedlichen Lebensbereichen und können sehr verschieden ausgeprägt sein. Fachlich werden insbesondere zwei zentrale Bereiche betrachtet:
Soziale Kommunikation und Interaktion: Autistische Menschen können Besonderheiten dabei zeigen, soziale Signale, Gestik, Mimik oder unausgesprochene Erwartungen zu verstehen und darauf zu reagieren. Auch die Gestaltung von Gesprächen, Beziehungen und sozialen Situationen kann unterschiedlich sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass autistische Menschen grundsätzlich kein Interesse an anderen Menschen oder an Freundschaften haben.
Restriktive und repetitive Verhaltensweisen, Interessen und Aktivitäten: Dazu können beispielsweise ein starkes Bedürfnis nach Routinen und vorhersehbaren Abläufen, intensive Spezialinteressen oder wiederholte Bewegungen und Verhaltensweisen gehören. Veränderungen können für manche Menschen mit Autismus belastend sein.
Darüber hinaus können Besonderheiten der Wahrnehmung eine wichtige Rolle spielen. Geräusche, Licht, Berührungen, Gerüche oder andere Sinneseindrücke können beispielsweise besonders intensiv oder anders verarbeitet werden. Auch Stress und Reizüberflutung können dadurch eine besondere Bedeutung bekommen.
Autismus ist ein Spektrum
Der Begriff Spektrum macht deutlich, dass Autismus sehr unterschiedlich aussehen kann. Es gibt nicht das eine typische Erscheinungsbild und auch nicht eine einheitliche Ausprägung.
Individuelle Fähigkeiten: Autistische Menschen verfügen über unterschiedliche Stärken, Interessen und Fähigkeiten.
Unterschiedlicher Unterstützungsbedarf: Der Bedarf kann von wenig Unterstützung bis zu umfangreicher Hilfe im Alltag reichen.
Unterschiedliche Kommunikation: Manche Menschen kommunizieren überwiegend verbal, andere verwenden unterstützte oder alternative Kommunikationsformen.
Unterschiedliche Wahrnehmung: Sinneseindrücke und Umweltreize können individuell sehr verschieden wahrgenommen und verarbeitet werden.
Stärken und Herausforderungen: Neben Herausforderungen können beispielsweise besondere Interessen, Detailgenauigkeit, Fachwissen oder ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit zu individuellen Stärken gehören.
Ältere Bezeichnungen wie Asperger-Syndrom oder frühkindlicher Autismus werden teilweise weiterhin verwendet. In der heutigen Fachsprache wird jedoch zunehmend das gesamte Autismus-Spektrum betrachtet. Deshalb sollte eine einzelne historische Diagnosebezeichnung nicht mit dem gesamten Spektrum gleichgesetzt werden.
Wahrnehmung, Stress und Reizüberflutung
Die Wahrnehmung und Verarbeitung von Umweltreizen kann bei autistischen Menschen besonders sein. Deshalb können beispielsweise laute Geräusche, helles Licht, Menschenmengen oder unerwartete Veränderungen zu Stress führen. Eine autismussensible Umgebung kann helfen, unnötige Belastungen zu reduzieren.
Auch das Thema Stress spielt in der aktuellen Fachdebatte eine wichtige Rolle. Das Fortbildungsprogramm 2026 von autismus Deutschland e.V. umfasst beispielsweise eigene Angebote zu Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Stress-Erleben sowie zu herausforderndem Verhalten. :contentReference[oaicite:3]{index=3}
Begleiterkrankungen und zusätzliche Unterstützungsbedarfe
Bei Menschen mit Autismus können zusätzlich andere psychische oder körperliche Erkrankungen beziehungsweise Entwicklungsbesonderheiten auftreten. Dazu gehören beispielsweise AD(H)S, Angststörungen, depressive Erkrankungen, Zwangsstörungen oder epileptische Erkrankungen. Solche Begleiterkrankungen müssen individuell abgeklärt und behandelt werden.
Das Fortbildungsprogramm 2026 von autismus Deutschland greift unter anderem das Thema „Autismus plus X“ mit häufigen psychischen und körperlichen Komorbiditäten auf. Auch die aktuelle Fachliteratur und Leitlinien betonen die Bedeutung einer differenzierten Diagnostik und der Berücksichtigung zusätzlicher Erkrankungen.
Diagnostik: Wie wird Autismus festgestellt?
Eine Autismus-Diagnose sollte durch entsprechend qualifizierte Fachstellen erfolgen. Dabei wird nicht nur ein einzelner Test eingesetzt. Vielmehr werden Entwicklung, Verhalten, Kommunikation, soziale Interaktion und weitere relevante Bereiche umfassend betrachtet.
Eine Selbstdiagnose anhand einzelner Merkmale oder Internettests ersetzt keine fachliche Diagnostik. Bei einem begründeten Verdacht ist es sinnvoll, eine auf Autismus spezialisierte diagnostische Stelle aufzusuchen.
Unterstützung und Autismustherapie
Unterstützung sollte sich an den individuellen Bedürfnissen und Zielen der jeweiligen Person orientieren. Je nach Lebenssituation können beispielsweise Unterstützung in Schule und Ausbildung, Assistenz, Kommunikationsförderung, Beratung oder autismusspezifische Therapie sinnvoll sein.
Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. beschreibt Autismustherapie als multimodale und multiprofessionelle Förderung, die sich an den individuellen Bedarfen der autistischen Person orientiert. Ziel ist nicht eine „Heilung“ des Autismus, sondern unter anderem eine Verbesserung der Lebensbedingungen und der sozialen Teilhabe.
Dabei ist Individualität entscheidend: Unterstützungsangebote sollten nicht nach einem einheitlichen Schema erfolgen, sondern zu den persönlichen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Lebenszielen passen.
Autismus und Teilhabe
In Deutschland können Menschen mit Behinderung unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen zur Teilhabe erhalten. Die Eingliederungshilfe nach dem SGB IX soll eine möglichst selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft fördern. Welche Leistungen infrage kommen, hängt vom individuellen Bedarf und den jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen ab.
Grad der Behinderung (GdB)
Bei einer Behinderung kann unter bestimmten Voraussetzungen die Feststellung eines Grades der Behinderung (GdB) beantragt werden. Zuständig sind die jeweiligen Behörden des Bundeslandes. Die Feststellung erfolgt nicht automatisch allein aufgrund einer Autismus-Diagnose, sondern richtet sich nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen auf die Teilhabe.
Weitere Informationen und den Zugang zum Verwaltungsverfahren bietet das Bundesportal.
Eingliederungshilfe
Die Eingliederungshilfe kann Leistungen zur sozialen Teilhabe, zur Teilhabe an Bildung und zur Teilhabe am Arbeitsleben umfassen. Welche Unterstützung bewilligt wird, richtet sich nach dem individuellen Bedarf und den gesetzlichen Voraussetzungen.
Persönliches Budget
Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können Leistungen der Eingliederungshilfe auch als Persönliches Budget erbracht werden. Dadurch können Leistungsberechtigte bestimmte Unterstützungen selbstbestimmter organisieren. Die rechtlichen Voraussetzungen und die konkrete Ausgestaltung sind vom jeweiligen Einzelfall abhängig.
Autismus und Inklusion
Inklusion bedeutet auch, Umwelt und gesellschaftliche Strukturen so zu gestalten, dass Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen teilhaben können. Klare Kommunikation, verlässliche Strukturen, Rücksicht auf sensorische Bedürfnisse und respektvolle Begegnung können dabei wichtige Voraussetzungen sein.
Aktuelle Fachveranstaltungen zeigen, dass dabei unterschiedliche Perspektiven zunehmend zusammengeführt werden. Die internationale Fachtagung „Autismus im Dialog“ fand am 16. und 17. Juni 2026 in Bielefeld statt. Nach Angaben des Sozialwerks St. Georg kamen dort Fachkräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie weitere Interessierte zusammen. Besonders hervorgehoben wurde die Einbeziehung autistischer Perspektiven in Wissenschaft und Praxis.
Aktuelle Informationen und Fortbildungen 2026
Wer sich intensiver mit Autismus beschäftigen möchte, findet beim Bundesverband autismus Deutschland e.V. aktuelle Informationen, Beratungsangebote und Fachveranstaltungen. Das Fortbildungsprogramm 2026 umfasst unter anderem Themen wie Diagnostik, Wahrnehmung, Stress, Kommunikation, Schule, Beruf, Wohnen, Therapie und Unterstützungsangebote.
Auch die internationale Fachtagung „Autismus im Dialog“ bietet weiterführende Informationen zu aktuellen fachlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Autismus ist ein Spektrum: Die Ausprägungen und Unterstützungsbedarfe sind individuell verschieden.
Jeder Mensch ist einzigartig: Stärken, Interessen, Fähigkeiten und Herausforderungen unterscheiden sich.
Unterstützung sollte individuell sein: Entscheidend sind die persönlichen Bedürfnisse und Lebensziele.
Inklusion braucht passende Rahmenbedingungen: Verständliche Kommunikation, Struktur und Rücksicht können Teilhabe erleichtern.
Autistische Perspektiven sind wichtig: Erfahrungen und Wünsche autistischer Menschen sollten bei Diagnostik, Unterstützung und gesellschaftlicher Gestaltung berücksichtigt werden.
Weitere Informationen zum Thema Behinderung, Inklusion und Teilhabe findest du in unserem Bereich → Inklusion und Teilhabe .
Autismus Diagnostik
Diagnostik des Autismus im Erwachsenenalter – ein Freundschaftstreffen der Psychiatrie-Podcasts „Jung & Freudlos" und „PsychCast mit Jan".
Wie erkennt man eine Autismus-Spektrum-Störung im Erwachsenenalter – gerade dann, wenn sie lange unentdeckt ...blieb? Gemeinsam mit Sebastian und Christa von „Jung & Freudlos" spreche ich über die klinische Diagnostik, über Screening-Tests und ausführliche Verfahren und über die ganze Komplexität dieser Diagnose. Anhand eines Fallbeispiels – einer jungen Mathematikstudentin – gehen wir der Kernfrage nach: Wo endet „introvertiert und hochbegabt", und wo beginnt Autismus?
Wir sprechen außerdem über die Überlappung von ASS und ADHS und darüber, wann ein spezialisiertes Zentrum hinzugezogen werden sollte.
Themen der Folge:
• Warum Autismus-Diagnostik zunehmend in der niedergelassenen Praxis ankommt
• Fallbeispiel: junge Mathematikstudentin, wenig Blickkontakt, sozialer Rückzug
• Differenzialdiagnosen: soziale Angststörung, schizoide/vermeidende Persönlichkeit, Depression, ADHS
• Screening vs. Diagnose – Fragebögen als Türöffner, nicht als Diagnose
• Goldstandard: ADOS-2 + ADI-R im klinischen Gesamtbild
• Therapieansätze, Fachleute finden und was Allgemein-Psychiater:innen leisten können
Diagnostik des Autismus im Erwachsenenalter – ein Freundschaftstreffen ...
Diagnostik des Autismus im Erwachsenenalter – ein Freundschaftstreffen der Psychiatrie-Podcasts „Jung & Freudlos" und „PsychCast mit Jan".
Wie erkennt man eine Autismus-Spektrum-Störung im Erwachsenenalter – gerade dann, wenn sie lange unentdeckt ...blieb? Gemeinsam mit Sebastian und Christa von „Jung & Freudlos" spreche ich über die klinische Diagnostik, über Screening-Tests und ausführliche Verfahren und über die ganze Komplexität dieser Diagnose. Anhand eines Fallbeispiels – einer jungen Mathematikstudentin – gehen wir der Kernfrage nach: Wo endet „introvertiert und hochbegabt", und wo beginnt Autismus?
Wir sprechen außerdem über die Überlappung von ASS und ADHS und darüber, wann ein spezialisiertes Zentrum hinzugezogen werden sollte.
Themen der Folge:
• Warum Autismus-Diagnostik zunehmend in der niedergelassenen Praxis ankommt
• Fallbeispiel: junge Mathematikstudentin, wenig Blickkontakt, sozialer Rückzug
• Differenzialdiagnosen: soziale Angststörung, schizoide/vermeidende Persönlichkeit, Depression, ADHS
• Screening vs. Diagnose – Fragebögen als Türöffner, nicht als Diagnose
• Goldstandard: ADOS-2 + ADI-R im klinischen Gesamtbild
• Therapieansätze, Fachleute finden und was Allgemein-Psychiater:innen leisten können
Autismus: Warum fühle ich mich so anders als andere? – mit Linda Rohde | Podcast
Autismus verstehen: Was bedeutet es, autistisch zu sein? Und warum ...
Autismus verstehen: Was bedeutet es, autistisch zu sein? Und warum wird Autismus vor allem bei Frauen so oft erst spät erkannt?
Autismus ist vielfältig – und wird dennoch häufig auf Klischees ...reduziert. In dieser Videofolge von „Ist das noch gesund?“ spricht Dr. Yael Adler mit Linda Rohde. Sie ist Content Creatorin, Autistin und auf Social Media eine wichtige Stimme für Neurodivergenz. Linda teilt ihre persönliche Geschichte: von Mobbing in der Schulzeit über Fehldiagnosen bis hin zur späten Autismus-Diagnose mit Anfang 30.
Gemeinsam sprechen sie über den Alltag im Autismus-Spektrum, über soziale Erschöpfung, Reizüberflutung, Masking und darüber, warum viele gängige Vorstellungen von Autismus nicht der Realität entsprechen.
Themen der Folge:
• Wie fühlt sich Autismus an?
• Warum bleibt Autismus bei Frauen oft unerkannt?
• Autismus-Spektrum: Warum „typisch Autismus“ ein Mythos ist
• Klischees aus Film & Fernsehen
• Strategien für den Alltag
• Wünsche an Gesellschaft, Politik und Forschung
👉 Eine ehrliche, persönliche und aufklärende Folge über Neurodivergenz, Selbstverständnis und ein besseres Miteinander.
► Kapitel
00:00 Intro
02:31 Autismus im Alltag: früh anders sein & Mobbing in der Schule
05:41 Späte Diagnose bei Frauen: warum Autismus oft übersehen wird
06:51 Die Diagnose: Erleichterung, Wut & ein neues Selbstbild
09:46 Autismus ist ein Spektrum: warum es keine „typischen“ Autist:innen gibt
13:20 Autismus, ADHS & Asperger: Einordnung der Begriffe
14:03 Klischees & Mythen über Autismus
15:57 Reizüberflutung: warum soziale Situationen so anstrengend sind
17:53 Empathie & Gefühle: wie Linda Emotionen wahrnimmt
22:49 Spezialinteressen, Routinen & Energiequellen
24:00 Alltagshürden: Einkaufen, Geräusche & Gerüche
25:06 Strategien gegen Überforderung
27:39 Arbeiten mit Autismus
30:36 Wünsche an Gesellschaft, Forschung & Politik
31:50 Wie ein besseres Miteinander gelingen kann
34:27 Fazit & Verabschiedung
► Über die Techniker
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Schon immer anders gefühlt: Karin lebt mit Autismus I 37 Grad
Karin erhält erst mit 26 ihre Autismus-Diagnose. Sie zeigt, wie sich ...
Karin erhält erst mit 26 ihre Autismus-Diagnose. Sie zeigt, wie sich ihr Alltag anfühlt, welche Hürden sie bewältigt und was ihr hilft, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.
🎥 Die ...Erstveröffentlichung und Langfassung der Doku “Anders vernetzt - Autismus” findest du beim ZDF: https://kurz.zdf.de/Tic/
26 Jahre lang wusste Karin, dass sie anders ist, aber nicht warum. Erst im Frühjahr 2016, als sie eine Dokumentation über drei erwachsene autistische Menschen sieht, erkennt sie: „Das bin doch ich!“ Sie beginnt zu recherchieren, hört Podcasts, liest Fachbücher und füllt Online-Screening-Fragebögen aus. Über ein Jahr lang wartet Karin auf einen Diagnostiktermin. Im Mai 2018 bestätigt sich ihre Vermutung: „Ich bin Autistin.“ Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung. Sie geht mit Schwierigkeiten in der Kommunikation, einem starken Bedürfnis nach Routinen und oft auch mit Spezialinteressen einher. Für Karin bedeutet die Diagnose auch die offizielle Anerkennung einer Schwerbehinderung. Sie hat eine Alltagsassistenz. Bestimmte Situationen lösen bei Karin Stress aus: Wenn z.B. die Bahn nicht kommt, beginnt sie zu schwitzen, ist angespannt, spürt Druck auf der Brust und Herzrasen. Manchmal, so erzählt sie, mündet das in einem sogenannten „Shutdown“. Zu viele Gedanken und Reize gleichzeitig führen dazu, dass sie handlungsunfähig wird. Auch alltägliche Dinge wie Einkaufen können für Karin herausfordernd werden. Zu viele Reize, sich zwischen Produkten entscheiden zu müssen, sowie erforderliche soziale Interaktionen überfordern sie mitunter. Um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, hat sie sich zahlreiche Strategien angeeignet. Eine davon ist das sogenannte „Masking“, das Nachahmen von sozial erwünschtem Verhalten, um in sozialen Situationen möglichst neurotypisch zu wirken. Sie lernt durch Beobachtung anderer. Genau diese erworbene Kompetenz führt aber dazu, dass ihr Autismus oft infrage gestellt wird. Sätze wie „Du kannst doch gar nicht autistisch sein“ hört sie immer wieder. An diesen Situationen versucht Karin zu wachsen und Schritt für Schritt ihren eigenen Weg zu gehen.
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Willkommen bei 37 Grad – dem offiziellen YouTube-Kanal der bekannten TV-Reportage im ZDF. Bei uns erzählen Menschen ihre Geschichte. Echt, ehrlich, intensiv. Montags und mittwochs gibt's Storys mitten aus dem Leben.
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Regie: Stephanie Drescher
Kamera: Uwe Schwarze
Schnitt: Uwe Schwarze
Redaktion ZDF: Katrin Müller-Walde
Produktion ZDF: Steffen Heinemann, Marion Kempe
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Mit Autismus an die Uni: Warum große Veränderungen eine Herausforderung sind | SWR Wissen
Autismus ist gerade ein großes Thema. 🧠 Aber was ist Autismus ...
Autismus ist gerade ein großes Thema. 🧠
Aber was ist Autismus eigentlich? Wer gehört ins Spektrum und wer nicht? Und was weiß die Neuroforschung darüber, wie Autismus entsteht?
Um ...die vielen Fragen rund um das Thema zu beantworten, trifft Frank Seibert auf Jason Juterczenka, bekannt durch den Blog Wochenendrebellen, der sogar fürs Kino verfilmt wurde. Jason steht vor großen Veränderungen. Nach dem Abitur will er Physik studieren, an der ETH in Zürich.
Für das Studium in eine neue Stadt zu ziehen ist wahrscheinlich für jeden 19-Jährigen eine Herausforderung. Aber für Jason kommen noch mal ganz andere Hürden dazu. Denn viele Autistinnen und Autisten haben mit sozialen Schwierigkeiten zu kämpfen und müssen sich jeden Tag in einer Welt behaupten, die wenig Rücksicht auf sie nimmt.
Die Autismus-Spektrum-Störung wird im Diagnosehandbuch der WHO zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gezählt. Krach, zu viele Menschen, chaotischer Verkehr – all das ist für jemanden im autistischen Spektrum eine Herausforderung. Das kostet Kraft und führt im schlimmsten Fall zu sozialem Rückzug. Aber Autismus kann auch Stärken mit sich bringen – wie konzentriertes Arbeiten und Gewissenhaftigkeit. Entscheidend ist, dass Menschen im autistischen Spektrum das Umfeld bekommen, das sie brauchen.
📂 Kapitelmarken 📂
00:00 Intro
00:34 Jason ist Autist: Wie merkten es die Eltern?
03:59 Warum ist Autismus ein Spektrum?
06:15 Jason bekommt sein Abi
11:33 Was weiß die Neuroforschung über Autismus?
15:21 Wie „fühlt“ sich Autismus an?
16:26 Wiedersehen mit Jason an der Uni
23:57 Outro
🔎📄 Unsere Quellen 📄🔍
📋Anorson, N., Male, I., Farr, W., & Memon, A. (2021). Prevalence of autism in Europe, North America and Oceania, 2000-2020: A systematic review. European Journal of Public Health
📋BfArM, ICD-10-GM Version ( 2021), Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision
📋BfArM, ICD-11 ( 2024), Entwurfsfassung der deutschen ICD-11 Übersetzung
📋Chiarotti, F., & Venerosi, A. (2020). Epidemiology of autism spectrum disorders: a review of worldwide prevalence estimates since 2014. Brain sciences, 10(5), 274.
📋Donovan, A. P., & Basson, M. A. (2017). The neuroanatomy of autism–a developmental perspective
📋Dziobek, Kirchner (2014): Toward the Successful Employment of Adults with Autism: A First Analysis of Special Interests and Factors Deemed Important for Vocational Performance.
📋Freitag, C. M., Chiocchetti, A. G., Haslinger, D., Yousaf, A., & Waltes, R. (2021). Genetic risk factors and their influence on neural development in autism spectrum disorders.
📋Klauber, J. et al., (2016): Versorgungs-Report 2015/2016 „Kinder und Jugendliche“. AOK, Stuttgart
📋McAlonan, G. M., Cheung, V., Cheung, C., Suckling, J., Lam, G. Y., Tai, K. S., ... & Chua, S. E. (2005). Mapping the brain in autism. A voxel-based MRI study of volumetric differences and intercorrelations in autism. Brain, 128(2), 268-276.
📋Strömberg, M., Liman, L., Bang, P., & Igelström, K. (2022). Experiences of sensory overload and communication barriers by autistic adults in health care settings. Autism in Adulthood, 4(1), 66-75.
📋Vasic, V., Jones, M. S., Haslinger, D., Knaus, L. S., Schmeisser, M. J., Novarino, G., & Chiocchetti, A. G. (2021). Translating the role of mTOR-and RAS-associated signalopathies in autism spectrum disorder: models, mechanisms and treatment.
📋WidO (2023), Prävalenz für Autismus und tiefgreifende Entwicklungsstörungen bei jungen Erwachsenen, AOK
📋Zeidan, J. et al. (2022). Global prevalence of autism: A systematic review update. Autism research, 15(5), 778-790.
Buch und Regie : Luca Rizzelli
Kamera: Alexander Stoll, Dragomir Radosavljevic
Ton: Mariana Andrade-Koch, Walter Heilmann
Schnitt: Sabine Engel-Garscha , Abdullah Rajab Almalla
Grafik: Alexander Baumeister
Mischung: Marc Schmieder
Color Grading: Torben Runge
Produktionsleitung: Ulrike Frömchen
Assistenz: Vivian Göthel, Nina Jackson
Redaktionelle Mitarbeit: Lena Kube
Dramaturgische Begleitung: Julia Engels
Redaktion : Amanda Mock
Leitung: Anne Holländer
Foto: Kai Schlenz
(c) SWR 2025
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Warum steigt die Zahl der Autisten? I Quarks Studio Q
Die Zahl der Autismus-Diagnosen steigt seit Jahrzehnten rasant. Liegt ...
Die Zahl der Autismus-Diagnosen steigt seit Jahrzehnten rasant. Liegt das an neuen Auslösern oder erkennen wir Autismus einfach besser? Oder kann es sein, dass manche Menschen denken, "ein bisschen Autist" ...zu sein, weil Autismus in Serien oft mit besonderen Fähigkeiten verknüpft wird? Dass es also eine reine Modeerscheinung ist.
Was ist Autismus überhaupt genau? Woran kann man ihn erkennen und können Autismus-Tests wie der BERT-Test hilfreich sein? Wir erklären, warum die frühere Einteilung in frühkindlichen Autismus, Asperger-Syndrom und atypischen Autismus nicht mehr zeitgemäß ist und was die neue Definition der Autismus-Spektrum-Störung mit der steigenden Fallzahl zu tun hat. Du erfährst außerdem, welche Rolle Faktoren wie Masking (Tarnung) und geschlechtsspezifische Unterschiede spielen. Die Diagnose ist oft komplex, langwierig und die Dunkelziffer der Autismus-Diagnosen vermutlich viel höher, als wir denken.
// Kapitel
0:00 Der Autismus-Boom in Zahlen
2:55 Warum es heute Autismus-Spektrum Störung heißt
4:53 Haben die Risikofaktoren zugenommen?
6:00 Der lange Weg zur Diagnose
9:54 Wie Masking die Diagnose erschwert
Aspies e.V. „Menschen im autistischen Spektrum“: Bundesweite Selbsthilfeorganisation von Menschen mit Autismus, viele Infos und weiterführende Links. https://aspies.de
Autismus Deutschland e.V.: Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Autismus, sehr umfangreiches Informationsangebot, viele Kontaktadressen, auch zu Therapiezentren und Fördermöglichkeiten: https://www.autismus.de
Autismus-Kultur „Wir sind autistisch und das ist gut so“ : Viele Informationen, Einordnungen aus autistischer Sicht plus viele Praxis-Tipps. http://aut.autica.org
Autismus verstehen e.V.: Webseite des Magazins und Selbsthilfevereins „Autismus verstehen“. https://autismus-verstehen.de
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Ich bin Sozialdemokrat und habe diesen Blog erstellt, um über das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu informieren. Dabei geht es um Probleme im Alltag, wie zum Beispiel barrierefrei zugängliche Gebäude. Außerdem berichte ich über Schwierigkeiten in der ÖVP und gebe viele weitere Informationen zur Unterstützung von Menschen mit einem Handicap. Ich selbst habe ADHS, was mich ebenfalls zu den Menschen mit Behinderungen zählt.