Kickboxen neu gedacht: Para-Kickboxen verbindet Training, Ausdruck und Teilhabe

Para-Kickboxen ist eine angepasste Form des Kickboxens für Menschen mit Behinderungen. Im Mittelpunkt stehen kontrollierte Bewegungsabläufe (Forms), Technik, Haltung und Ausdruck – ähnlich einer Kür im Eiskunstlauf. Direkte Kämpfe stehen dabei nicht im Vordergrund. Stattdessen arbeiten die Athletinnen und Athleten mit Trainerinnen und Trainern sowie Schlagpolstern (Pads), um Technik und Präzision zu trainieren und zu zeigen. Das Training kann Koordination, Gleichgewicht, Konzentration und Selbstvertrauen fördern und an unterschiedliche Leistungsniveaus angepasst werden.
Disziplinen und Fokus
- Forms und Schlagschule: Athletinnen und Athleten zeigen kontrollierte Bewegungsabläufe, Technik, Haltung und Ausdruck. Dabei können Trainerinnen und Trainer sowie Schlagpolster (Pads) einbezogen werden.
- Keine direkten Kämpfe: Beim Para-Kickboxen steht der kontrollierte Bewegungsablauf im Mittelpunkt. Der Fokus liegt auf Technik, Bewegung und Ausdruck und nicht auf direkten Kämpfen gegeneinander.
Schlüsselaspekte des Para-Kickboxens
- Inklusion und Ausdruck: Das Training bietet Möglichkeiten, sich durch Bewegung und Technik auszudrücken und gemeinsam mit anderen zu trainieren.
- Ganzheitliche Förderung: Je nach Trainingsgestaltung können Fitness, Koordination, Gleichgewicht, Konzentration und Selbstvertrauen gefördert werden.
- Individuelle Anpassung: Übungen und Trainingsmethoden können an Alter, Leistungsniveau und individuelle körperliche Voraussetzungen angepasst werden.
Organisation und Verbreitung
Die World Association of Kickboxing Organizations (WAKO) ist der internationale Fachverband für Kickboxen. Para- und inklusive Formen des Kickboxens werden zunehmend in unterschiedlichen Projekten und Veranstaltungen berücksichtigt.
Welche Vorteile kann Para-Kickboxen bieten?
- Förderung von Koordination und Gleichgewicht.
- Training von Beweglichkeit, Körperkontrolle und Ausdauer.
- Unterstützung von Konzentration und Aufmerksamkeit durch strukturierte Bewegungsabläufe.
- Stärkung von Selbstvertrauen, Disziplin und Teamfähigkeit.
- Möglichkeit, Bewegung, Technik und persönlichen Ausdruck miteinander zu verbinden.
Para-Kickboxen und ADHS
Strukturierte Bewegungsabläufe und körperliche Aktivität können für manche Menschen mit ADHS eine interessante Ergänzung im Alltag sein. Ein Kickboxtraining kann beispielsweise Konzentration, Körperwahrnehmung und den Umgang mit Bewegung fördern. Ob Para-Kickboxen für ein Kind, einen Jugendlichen oder einen Erwachsenen mit ADHS geeignet ist, hängt von den individuellen Voraussetzungen und der Gestaltung des Trainings ab.
Para-Kickboxen sollte daher nicht als spezielle Behandlung von ADHS verstanden werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Unsicherheiten ist eine individuelle Beratung durch Ärztinnen, Ärzte oder entsprechend qualifizierte Fachpersonen sinnvoll.
Weitere Informationen zu ADHS findest du hier: 👉 ADHS bei Erwachsenen
T K A Academy Presents Junior Kickboxing