Unterstützung finden: Finanzielle Entlastung & Pflegehilfe für Familien
Gemeinsam für Familien mit behinderten Angehörigen: Wege zu mehr Unterstützung
Familien mit behinderten Angehörigen stehen häufig vor besonderen Herausforderungen. Dazu gehören unter anderem finanzielle Belastungen, ein hoher organisatorischer Aufwand, soziale Isolation und die Frage, wie Betreuung, Pflege, Beruf und Familienleben miteinander vereinbart werden können. Gleichzeitig entwickeln viele Familien große Stärke und Zusammenhalt.
Unterstützung kann dabei helfen, Angehörige zu entlasten und die Lebensqualität der gesamten Familie zu verbessern. Neben Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen gibt es finanzielle Leistungen, Pflegehilfen, Familienunterstützende Dienste, Familienfreizeiten und weitere Angebote. Auch die Frage, ob und wann ein Auszug aus dem Elternhaus sinnvoll ist, kann gemeinsam mit der betroffenen Person und geeigneten Beratungsstellen besprochen werden.
Unterstützung finden: Finanzielle Hilfen, Pflege und Entlastungsangebote für Familien
Bewältigungsstrategien und Unterstützung
Soziale Unterstützung: Der Austausch mit anderen betroffenen Familien kann entlasten und dabei helfen, Erfahrungen, Informationen und praktische Tipps weiterzugeben. Selbsthilfegruppen und Selbsthilfe-Kontaktstellen können dabei eine wichtige Anlaufstelle sein.
Professionelle Beratung: Psychologische oder psychosoziale Beratung kann Familien dabei unterstützen, mit emotionalen Belastungen, Konflikten und Veränderungen im Familienalltag umzugehen. Bei familiären Problemen kann beispielsweise eine systemische Therapie eine mögliche Unterstützung sein.
Finanzielle Hilfen: Je nach persönlicher Situation können unter anderem Pflegegeld, Leistungen der Pflegeversicherung, das Persönliche Budget, Kinderkrankengeld und steuerliche Entlastungen infrage kommen. Welche Leistungen tatsächlich zustehen, hängt von den individuellen Voraussetzungen ab.
Entlastungsangebote: Mutter-Kind-Kuren beziehungsweise Vorsorge- und Rehabilitationsangebote, Familienfreizeiten, Urlaubs-Zuschüsse und Unterstützungsdienste können Angehörigen Zeit zur Erholung ermöglichen. Zuschüsse für Familienerholung können je nach Bundesland und persönlicher Situation beantragt werden.
Kurzzeit- und Verhinderungspflege: Seit dem 1. Juli 2025 gibt es für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 einen gemeinsamen Jahresbetrag für Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege. 2026 stehen dafür insgesamt bis zu 3.539 Euro pro Kalenderjahr zur Verfügung. Die beiden Leistungen können innerhalb dieses Budgets flexibel miteinander kombiniert werden. Weitere Informationen des Bundesgesundheitsministeriums
Elternassistenz: Eltern mit eigener Behinderung oder chronischer Erkrankung können unter bestimmten Voraussetzungen Unterstützung bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder erhalten. Informationen zur Elternassistenz können bei der weiteren Orientierung helfen.
Geschwisterkinder: Geschwister von Kindern mit Behinderung übernehmen in Familien manchmal mehr Verantwortung oder müssen eigene Bedürfnisse zurückstellen. Spezielle Angebote und Beratungsstellen können Geschwister unterstützen und ihnen eigene Räume für Austausch und Freizeit ermöglichen. Die Stiftung FamilienBande bietet hierzu Informationen und Hinweise auf Angebote.
Wohnen und Ablösung vom Elternhaus
Der Übergang in eine eigene Wohnform ist für viele Familien ein wichtiger Schritt. Dabei muss ein Auszug nicht bedeuten, dass die familiäre Unterstützung vollständig wegfällt. Je nach Unterstützungsbedarf können unterschiedliche Wohnformen infrage kommen. Entscheidend ist, dass die betroffene Person möglichst selbstbestimmt leben und an Entscheidungen über ihre Wohn- und Lebenssituation beteiligt werden kann.
Inklusive Wohngemeinschaften: In inklusiven WGs leben Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Je nach Konzept können beispielsweise Studierende, Menschen mit Behinderung und weitere Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam wohnen. Solche Wohnformen können soziale Kontakte fördern und gleichzeitig individuelle Unterstützung ermöglichen.
Ambulant betreutes Wohnen: Ambulant betreutes Wohnen richtet sich an Menschen, die möglichst selbstständig in einer eigenen Wohnung oder Wohngemeinschaft leben möchten, dabei aber Unterstützung benötigen. Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach dem individuellen Hilfebedarf. Weitere Informationen zu Wohnformen
Familienunterstützender Dienst (FuD): Familienunterstützende beziehungsweise familienentlastende Dienste können Angehörige im Alltag und bei der Betreuung entlasten. Angeboten werden beispielsweise stundenweise Unterstützung zu Hause, Freizeitangebote, Begleitung oder Ferienbetreuung. Der Familienratgeber informiert über Angebote und Finanzierungsmöglichkeiten.
Finanzielle und bürokratische Entlastung 2026
Auch 2026 gibt es für Familien wichtige finanzielle und steuerliche Regelungen. Da sich Ansprüche und Voraussetzungen unterscheiden können, sollten konkrete Leistungen immer anhand der persönlichen Situation geprüft werden.
Kindergeld: Seit dem 1. Januar 2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro pro Kind und Monat. Die Familienkasse passt die Zahlungen automatisch an; ein neuer Antrag ist für bereits laufende Kindergeldzahlungen grundsätzlich nicht erforderlich. Quelle: Bundesagentur für Arbeit
Kinderfreibetrag: Der Freibetrag für Kinder wurde 2026 ebenfalls angehoben. Insgesamt beträgt der Freibetrag für Kinder 2026 einschließlich des Freibetrags für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung 9.756 Euro pro Kind. Ob sich für eine Familie das Kindergeld oder die steuerlichen Freibeträge günstiger auswirken, wird im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung geprüft. Weitere Informationen des Bundesfinanzministeriums
Behinderten-Pauschbetrag: Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 20 können unter den gesetzlichen Voraussetzungen einen Behinderten-Pauschbetrag geltend machen. Bei Kindern kann der Pauschbetrag unter bestimmten Voraussetzungen auf Eltern übertragen werden. Informationen des Bundesfinanzministeriums
Pflege-Pauschbetrag: Wer eine pflegebedürftige Person persönlich und unentgeltlich pflegt, kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen einen Pflege-Pauschbetrag geltend machen. Dieser beträgt bei Pflegegrad 2 600 Euro, bei Pflegegrad 3 1.100 Euro und bei Pflegegrad 4 oder 5 1.800 Euro. Details beim Bundesfinanzministerium
Digitale Übermittlung von Behindertendaten: Bei der steuerlichen Berücksichtigung eines Behinderten-Pauschbetrags können Feststellungen zur Behinderung unter den gesetzlichen Voraussetzungen elektronisch an die Finanzbehörde übermittelt werden. Dadurch kann sich der Nachweis gegenüber dem Finanzamt vereinfachen. Voraussetzung ist unter anderem, dass die betroffene Person der Übermittlung nach den geltenden Regelungen zustimmt beziehungsweise die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Weitere Informationen des Bundesfinanzministeriums
Barrierefreies Wohnen: Bei einem Umbau können je nach persönlicher Situation verschiedene Fördermöglichkeiten und Leistungen infrage kommen. Eine Wohnberatungsstelle kann dabei helfen, den individuellen Unterstützungsbedarf zu ermitteln und geeignete Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Informationen zum barrierefreien Wohnen
Beratung kann den Alltag erleichtern
Welche Unterstützung sinnvoll ist, hängt stark von der jeweiligen Familiensituation, dem Alter der betroffenen Person, dem Unterstützungsbedarf und den vorhandenen Leistungsansprüchen ab. Deshalb lohnt es sich, frühzeitig eine unabhängige Beratungsstelle einzubeziehen. Dazu können beispielsweise Pflegekassen, Pflegestützpunkte, EUTB-Beratungsstellen, Familienberatungsstellen, Selbsthilfeorganisationen oder örtliche Behindertenverbände gehören.
Familien müssen die Unterstützung nicht allein organisieren. Oft ist es hilfreich, zunächst gemeinsam zu klären, welche Aufgaben besonders belastend sind und welche Entlastung kurzfristig oder langfristig benötigt wird.
7 Tage ... Liebe für Menschen mit Behinderung | SWR Doku
Wen, was und wann lieben Menschen mit Behinderung? Und warum ist die Welt mit ihnen ein großes Stück liebenswerter? Wie steht das Pflegepersonal zum Thema Liebe, was bewegt die Eltern ...und am wichtigsten: wie fühlen sich die Menschen mit Behinderung selbst? All das will Elisa Luzius in einer Wohngruppe in Nassau im Rhein-Lahn-Kreis herausfinden.
Emily liebt Jonas, Jonas liebt Musik und Sven liebt seinen Job. Im Alltag der Wohngruppe der Stiftung Scheuern in Nassau ist Liebe allgegenwärtig. Reporterin Elisa Luzius hat in ihrer Familie Berührungspunkte mit dem Thema Behinderung. Ihr Schwager Björn hat Trisomie 21, auch bekannt als Downsyndrom, er ist einer der liebenswertesten Menschen, den sie kennt.
Elisa möchte wissen, wie das Leben in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung ist, wen und wie die Menschen lieben und warum sich das Pflegepersonal für diese Arbeit entschieden hat.
Finden Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit zu selten statt? Elisa spürt die Blicke der Passant:nnen, wenn sie mit der Wohngruppe unterwegs ist. Warum sagt man eigentlich “mit Behinderung”?
In ihren sieben Tagen erlebt sie verzweifelte und liebende Eltern, überraschende Nähe und Vertrauen der Menschen und ein Pflegepersonal, das über Umwege zu diesem Beruf gekommen ist.
Diese Doku aus der Reihe trägt den Originaltitel: 7 Tage ... Liebe für Menschen mit Behinderung, Ausstrahlungsdatum: 02.05.2024. #swrdoku #swr
Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.
00:00: Intro
01:02 Elisa lernt die Bewohner:innen der Wohngruppe der Stiftung Scheuern in Nassau kennen
06:00 Autismus und Epilepsie: Viola kann von ihren Eltern nicht mehr versorgt werden
12:55 Elisas Schwager Björn: Diagnose Trisomie 21 nach der Geburt
20:49 Unterstützung für Dominik mit dem Landau-Kleffner-Syndrom
23:29 Violas Eltern kämpfen für Einzelfallhilfe
28:04 Ein lustiger Tag mit Emily
31:00 Nachtdienst und Herausforderungen in der Wohngruppe
39:00 Ausflug mit der Wohngruppe
7 Tage ... Liebe für Menschen mit Behinderung | SWR Doku
Wen, was und wann lieben Menschen mit Behinderung? Und warum ist die ...
Wen, was und wann lieben Menschen mit Behinderung? Und warum ist die Welt mit ihnen ein großes Stück liebenswerter? Wie steht das Pflegepersonal zum Thema Liebe, was bewegt die Eltern ...und am wichtigsten: wie fühlen sich die Menschen mit Behinderung selbst? All das will Elisa Luzius in einer Wohngruppe in Nassau im Rhein-Lahn-Kreis herausfinden.
Emily liebt Jonas, Jonas liebt Musik und Sven liebt seinen Job. Im Alltag der Wohngruppe der Stiftung Scheuern in Nassau ist Liebe allgegenwärtig. Reporterin Elisa Luzius hat in ihrer Familie Berührungspunkte mit dem Thema Behinderung. Ihr Schwager Björn hat Trisomie 21, auch bekannt als Downsyndrom, er ist einer der liebenswertesten Menschen, den sie kennt.
Elisa möchte wissen, wie das Leben in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung ist, wen und wie die Menschen lieben und warum sich das Pflegepersonal für diese Arbeit entschieden hat.
Finden Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit zu selten statt? Elisa spürt die Blicke der Passant:nnen, wenn sie mit der Wohngruppe unterwegs ist. Warum sagt man eigentlich “mit Behinderung”?
In ihren sieben Tagen erlebt sie verzweifelte und liebende Eltern, überraschende Nähe und Vertrauen der Menschen und ein Pflegepersonal, das über Umwege zu diesem Beruf gekommen ist.
Diese Doku aus der Reihe trägt den Originaltitel: 7 Tage ... Liebe für Menschen mit Behinderung, Ausstrahlungsdatum: 02.05.2024. #swrdoku #swr
Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.
00:00: Intro
01:02 Elisa lernt die Bewohner:innen der Wohngruppe der Stiftung Scheuern in Nassau kennen
06:00 Autismus und Epilepsie: Viola kann von ihren Eltern nicht mehr versorgt werden
12:55 Elisas Schwager Björn: Diagnose Trisomie 21 nach der Geburt
20:49 Unterstützung für Dominik mit dem Landau-Kleffner-Syndrom
23:29 Violas Eltern kämpfen für Einzelfallhilfe
28:04 Ein lustiger Tag mit Emily
31:00 Nachtdienst und Herausforderungen in der Wohngruppe
39:00 Ausflug mit der Wohngruppe
„Ich bin froh, wenn ich noch so zehn Tage durchhalte, mein Körper ...
„Ich bin froh, wenn ich noch so zehn Tage durchhalte, mein Körper kommt an seine Grenzen!“ Alexandra ist 24 Jahre alt, kleinwüchsig und hat seit ihrer Geburt die Glas-knochenkrankheit. Sie ...ist im fünften Monat schwanger. Alexandra weiß, dass ihre Krankheit vererbbar ist und die Schwangerschaft für das Baby und auch für sie ein ho-hes Risiko darstellt. Alexandras erste Frauenärztin hatte ihr die Pille verschrieben und ihr abgeraten, jemals Kinder zu bekommen. Behinderte Frauen, die Mutter werden wol-len, haben es oft schwer, auch bei der Suche nach geeigneten Frauenärztinnen.
So ergeht es auch Anneke: Seit einem Unfall ist sie querschnittsgelähmt. „Ich konnte mir lange nicht vorstellen, dass ein Mann Interesse hat, mit mir zusammen zu sein.“ Doch dann lernt sie Jens kennen und die beiden möchten eine Familie gründen. Die erste Schwangerschaft verläuft ohne Komplikationen. Als Anneke zum zweiten Mal schwanger wird, kann ihre Gynäkologin sie nicht mehr betreuen und Anneke hat Schwierigkeiten, eine neue Praxis zu finden, die bereit ist, eine querschnittsgelähmte Schwangere zu betreuen. „Das war eine belastende Zeit, nicht zu wissen, wie es mei-nem Baby geht. Ohne eine engmaschige Betreuung wussten wir nicht, ob es sich gut entwickelt, ob es gesund ist und ob die Schwangerschaft normal verläuft.“
„Menschen hautnah“ begleitet zwei starke Frauen, die sich trotz aller Vorurteile für eine Schwangerschaft entscheiden, um ihren Wunsch zu verwirklichen: Mutter zu werden.
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🎥 Ein Film für Menschen hautnah von Jessica Szczakiel.
Dieser Film wurde im Jahr 2022 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.
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📺 Mehr Dokus in der ARD Mediathek: http://www.wdr.de/k/doku_mediathek
7 Tage... unter "Systemsprengern" | dokus und reportagen
Wie geht man mit Kindern um, die oft als "Systemsprenger“ abgetan ...
Wie geht man mit Kindern um, die oft als "Systemsprenger“ abgetan werden, als schwer erziehbar oder vermittelbar? Häufig werden sie durch unterschiedliche Stationen im Jugendhilfe-Netz der Ämter gereicht (Kinderheim, ...Pflegefamilien, Wohngruppen). Im Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Wetzlar sollen sie zur Ruhe kommen, oft bleiben sie bis ins Erwachsenenalter.
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Aufgrund der Vielzahl eurer Kommentare, wollen wir hier einige wiederkehrende Fragen beantworten:
1) Einige von Euch fragen sich, warum wir den Titel gewählt haben:
Der Titel „7 Tage... unter ‚Systemsprengern‘“ mag einigen auf den ersten Blick zu provokant erscheinen, aber er bezieht sich auf den preisgekrönten Spielfilm "Systemsprenger", der uns die Idee für diese Reportage gab (Erscheinungsdatum September 2019). Dort wird die Geschichte der 9-jährigen Benni erzählt, die immer wieder zu neuen Pflegeeltern und in andere Einrichtungen vermittelt wird, weil ihre eigene Mutter nicht mit ihr klar kommt. Wir wollten als Redaktion wissen, was sind das für Kinder, die so bezeichnet werden und wie wird der Begriff in Jugendhilfeeinrichtungen wahrgenommen? Dass der Begriff - auch unter Fachleuten - strittig ist, wird zum Thema des Films. Unsere Autorin kommt zu dem persönlichen Fazit: Sie will den Begriff generell nicht mehr nutzen, für die Kinder, die sie getroffen hat, schon gar nicht.
2) Einige von Euch kritisieren die Reporterin als zu oberflächlich und wenig empathisch:
Grundsätzlich sind Reporter auch nur Menschen. Manche gefallen einem besser, andere nicht so gut. Dass die Reporterin aber herzlos oder nicht empathisch ist, müssen wir zurückweisen. Durch den Zusammenschnitt von Szenen werden Situationen und Gespräche manchmal verkürzt wiedergegeben. Es kann sein, dass die Reporterin dadurch nicht so empathisch erscheint, wie sie eigentlich ist. Dass sie in der Situation nicht gerührt oder emotional bewegt erscheint, ist ihrem journalistischem Selbstverständnis geschuldet. Den Kindern wurde übrigens im Vorfeld klar kommuniziert, dass sie nur auf das antworten sollen, worauf sie möchten und sich nicht unter Druck setzen sollen.
3) Viele fragten, ob die Betreuer wussten, was die Reporterin fragt:
Mit der Erziehungsleitung und Sorgeberechtigten wurde abgesprochen, ob und wie die Interviews geführt werden dürfen. Bei jedem Kind hat die Autorin individuelle Entscheidungen getroffen, welche Themen angesprochen werden - und auch, welche nicht. Das betraf vor allem einen Großteil der familiären Vorkommnisse. Die Kinder wollten zudem interviewt werden und sind mit diesem Wunsch auch aktiv auf unser Team zugegangen.
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Beziehung in der Krise - Paare mit einem behinderten Kind | WDR Doku
Paare, die ein behindertes Kind bekommen, stehen vor immensen ...
Paare, die ein behindertes Kind bekommen, stehen vor immensen Herausforderungen. Sie müssen mit dem Schock und der Angst um ihr Kind umgehen. Später müssen sie ihren Alltag rund um die ...Pflege und die medizinische Versorgung ihres Kindes organisieren. Dabei als Paar nicht auf der Strecke zu bleiben, kann schwierig werden.
Rosa, die Tochter von Bettina und Falco, ist aufgrund eines genetischen Defekts stark eingeschränkt. Lange hofft das Elternpaar, Rosas Zustand würde sich verbessern, wenn sie sie nur genug fördern. Doch Bettina und Falco müssen erkennen, dass Rosa stark pflegebedürftig bleibt.
"Wie Hunde, die in eine Ecke gedrängt wurden, haben wir mit den Zähnen gefletscht und sind aufeinander losgegangen.“ So beschreiben Julia und ihr Mann Danielo die Zeit nach der Geburt ihres Sohnes Arvid. Arvid kommt vor fünf Jahren fast leblos zur Welt, muss reanimiert werden und bleibt schwerbehindert. Julia und Danielo gehen mit der Trauer unterschiedlich um. Waren sie vorher ein sehr harmonisches Paar, so streiten sie sich jetzt wegen Nichtigkeiten, ihre Nerven liegen blank: „Wir waren nur noch Einzelkämpfer und hielten nicht mehr zusammen.“
Falco ist beruflich viel unterwegs. Bettina fühlt sich mit den täglichen Aufgaben rund um Therapien, Arztbesuche, Krankenkassenanträge oft allein gelassen.
Falco dagegen fühlt sich mit seinen eigenen Bedürfnissen gar nicht mehr wahrgenommen. Das Streiten nimmt überhand. Als Bettina sich von ihm trennt, kann Falco nicht fassen, dass sie die Beziehung aufgibt. Wie soll ein getrenntes Leben mit einem schwer beeinträchtigen Kind funktionieren oder könnte die Trennung auch eine Chance sein?
Der Film begleitet die beiden Paare in ihrem Familienleben, zeigt, wie sie mit den tiefgreifenden Veränderungen umgehen, wie sie ihren Schmerz verarbeiten und für neue Perspektiven kämpfen.
#Beziehungskrise #Eltern #Behinderung
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Ein Film für Menschen hautnah von Tabea Hosche
Dieser Film wurde im Jahr 2020 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seit dem nicht aktualisiert.
Jan, 20, hat das fragile X-Syndrom. Das ist ein genetischer Defekt: Er ...
Jan, 20, hat das fragile X-Syndrom. Das ist ein genetischer Defekt: Er ist geistig stark beeinträchtigt, sprachlich eingeschränkt und hyperaktiv. Trotzdem möchte Jan nicht den üblichen Weg gehen und in ...einer Werkstatt für Behinderte arbeiten. Er will anderen Menschen helfen und Altenpfleger werden.
Extra für ihn und seine Kollegin Leonie wurde ein eigener Ausbildungsplan erarbeitet, damit beide in der Altenpflege tätig werden können. Leonie hat das Down-Syndrom. Sie kann Jan bei Schwierigkeiten unterstützen.
Aber tun Jan und Leonie damit sich selber und den Menschen im Altenheim einen Gefallen? Sind Behinderte mit solchen Aufgaben nicht überfordert? Kann man alten Menschen die Betreuung durch Behinderte zumuten?
Seit seinem 14. Lebensjahr arbeitet Jan im Rahmen seiner schulischen Ausbildung stunden- und später tageweise als Praktikant in der Tagespflegestation des Altenpflegeheimes Martinsstift in Mainz – mit anhaltender Begeisterung. In einem Behördenmarathon ist erreicht worden, dass Gelder für die Ausbildung Behinderter gezahlt werden. Jans Eltern wollen seine Selbständigkeit fördern und sind von dem Projekt sehr überzeugt.
Die Tagesgäste im Martinsstift reagieren überwiegend positiv auf Jan und Leonie. Wer andere Betreuer möchte, kann es ohne Probleme sagen. Die Leiterin der Tagespflege hat die Erfahrung gemacht, dass alle Beteiligten von dem Projekt profitieren. „Die beiden reißen Mauern ein – weil sie ihre Gefühle und ihre Herzlichkeit so offen zeigen“. Viele alte Menschen leiden unter einem emotionalen Defizit, das die beiden locker beseitigen können. Wenn Jan und Leonie mit ihnen Walzer tanzen, ist die Freude groß, auf beiden Seiten.
Autorin Karin Guse hat vor allem Jan in die Ausbildung begleitet und beobachtet, ob seine Träume und die Träume seiner Eltern wahr werden.
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🎥 Ein Film für Menschen hautnah von Karin Guse.
Dieser Film wurde im Jahr 2014 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.
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📺 Mehr Dokus in der ARD Mediathek: https://1.ard.de/yt_doku?yt=d
Ich bin Sozialdemokrat und habe diesen Blog erstellt, um über das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu informieren. Dabei geht es um Probleme im Alltag, wie zum Beispiel barrierefrei zugängliche Gebäude. Außerdem berichte ich über Schwierigkeiten in der ÖVP und gebe viele weitere Informationen zur Unterstützung von Menschen mit einem Handicap. Ich selbst habe ADHS, was mich ebenfalls zu den Menschen mit Behinderungen zählt.