Für Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 kann die Altersrente für schwerbehinderte Menschen eine Möglichkeit sein, früher als mit der regulären Altersgrenze in Rente zu gehen. Voraussetzung ist unter anderem eine Wartezeit von 35 Jahren.
Für Versicherte, die 1964 oder später geboren wurden, gilt: Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen kann grundsätzlich ab 65 Jahren ohne Abschläge bezogen werden. Ein vorgezogener Rentenbeginn ist bereits ab 62 Jahren möglich, dann allerdings mit dauerhaften Abschlägen von bis zu 10,8 Prozent.
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland lag 2024 bei rund 64,7 Jahren.
Vertrauensschutz: Für die einzelnen Geburtsjahrgänge gelten unterschiedliche Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen.
Altersgrenze: Für Versicherte ab Jahrgang 1964 liegt die abschlagsfreie Altersgrenze grundsätzlich bei 65 Jahren.
Früherer Rentenbeginn: Ein Rentenbeginn ab 62 Jahren ist möglich, allerdings mit dauerhaften Abschlägen von bis zu 10,8 Prozent.
Werkstatt für behinderte Menschen und Wartezeit
Für Beschäftigte in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) gelten besondere rentenrechtliche Regelungen. Bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen kommt es grundsätzlich auf die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit von 35 Jahren und weitere Voraussetzungen an.
Die Rentenversicherung berücksichtigt bei der Wartezeit verschiedene rentenrechtliche Zeiten. Deshalb sollte die persönliche Versicherungsbiografie geprüft werden, bevor eine Entscheidung über den Rentenbeginn getroffen wird.
Eine weitere wichtige Änderung betrifft Arbeitgeber. Die erhöhten Beträge der Ausgleichsabgabe gelten bereits seit dem 1. Januar 2025, werden aber erstmals zum 31. März 2026 für das Anzeigejahr 2025 fällig.
155 Euro bei einer Beschäftigungsquote von 3 bis unter 5 Prozent
275 Euro bei einer Beschäftigungsquote von 2 bis unter 3 Prozent
405 Euro bei einer Beschäftigungsquote von 0 bis unter 2 Prozent
815 Euro bei einer Beschäftigungsquote von 0 Prozent
Die Ausgleichsabgabe soll Arbeitgeber dazu bewegen, die gesetzliche Beschäftigungspflicht zu erfüllen und mehr Menschen mit Schwerbehinderung in reguläre Beschäftigung zu bringen. Die Mittel werden unter anderem für die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben eingesetzt.
Barrierefreiheit: Das BFSG wird praktisch wichtig
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist bereits am 28. Juni 2025 in Kraft getreten. Es verpflichtet Anbieter bestimmter Produkte und Dienstleistungen dazu, Barrierefreiheitsanforderungen einzuhalten. Dazu gehören unter anderem bestimmte digitale Dienstleistungen und Produkte.
Damit ist 2026 vor allem ein Jahr der weiteren Umsetzung. Für Menschen mit Behinderung kann das im Alltag beispielsweise einen besseren Zugang zu digitalen Angeboten, Dienstleistungen und bestimmten Geräten bedeuten.
Europäischer Behindertenausweis: Vorbereitung auf 2028
Der Europäische Behindertenausweis soll Menschen mit Behinderung die grenzüberschreitende Teilhabe innerhalb der EU erleichtern. Er soll bei kurzen Aufenthalten in anderen EU-Mitgliedstaaten den Nachweis eines anerkannten Behindertenstatus ermöglichen, wenn dort besondere Vergünstigungen oder bevorzugte Bedingungen angeboten werden.
Wichtig ist jedoch die zeitliche Einordnung: Die Mitgliedstaaten müssen die europäischen Vorgaben bis 5. Juni 2027 in nationales Recht umsetzen. Die Regelungen sollen ab 5. Juni 2028 angewendet werden.
Der Ausweis soll sowohl als physische Karte als auch mit einer digitalen Variante ausgestaltet werden. Die europäische Regelung sieht zudem einen QR-Code und weitere digitale Sicherheitsmerkmale vor.
Was bedeutet das für Menschen mit Behinderung?
Die Veränderungen des Jahres 2026 betreffen unterschiedliche Lebensbereiche: Rente, Arbeit, Barrierefreiheit und europäische Teilhabe. Nicht alle Regelungen sind völlig neu. Teilweise werden bereits bestehende Gesetze weiter umgesetzt oder wirken sich 2026 erstmals finanziell oder praktisch aus.
Rente: Für den Jahrgang 1964 und später gilt bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen grundsätzlich 65 Jahre ohne Abschlag oder 62 Jahre mit Abschlägen.
Ausgleichsabgabe: Die höheren Beträge werden 2026 erstmals für das Anzeigejahr 2025 fällig.
Barrierefreiheit: Das BFSG befindet sich in der praktischen Umsetzung.
EU-Behindertenausweis: Die Einführung wird vorbereitet; die EU-Regeln sollen ab Juni 2028 angewendet werden.
Digitale Verfahren: Anträge und Nachweise werden zunehmend digitaler. Barrierefreie Zugänge sind deshalb besonders wichtig.
Was sollten Betroffene jetzt beachten?
Wer selbst betroffen ist, sollte sich nicht allein auf allgemeine Angaben verlassen. Gerade bei der Rente können Geburtsjahr, Grad der Behinderung, Versicherungszeitenund individuelle Übergangsregelungen entscheidend sein.
Persönliche Rentenauskunft prüfen
Versicherungszeiten rechtzeitig kontrollieren
Bei Fragen frühzeitig die Deutsche Rentenversicherung kontaktieren
Bei Problemen mit Barrierefreiheit Informationen und Beratungsangebote nutzen
Entwicklungen zur europäischen Behindertenkarte weiter beobachten
2026 bringt nicht die eine große Behindertenrechtsreform. Vielmehr kommen mehrere Entwicklungen zusammen. Für manche Menschen ist die Rentenfrage besonders wichtig, für andere die zunehmende Barrierefreiheit digitaler Angebote oder die europäische Anerkennung des Behindertenstatus.
Gerade deshalb lohnt es sich, informiert zu bleiben und die eigenen Ansprüche frühzeitig zu prüfen. Rechtzeitig informieren kann helfen, Nachteile zu vermeiden und Möglichkeiten besser zu nutzen.
Es kommt einiges auf uns zu
Schwerbehinderung: Strengere Maßstäbe beim GdB in 2026
Dein Grad der Behinderung kann 2026 niedriger ausfallen – obwohl sich an deiner Gesundheit nichts geändert hat. Seit Oktober 2025 gelten neue Bewertungsregeln, die nicht mehr nur auf Diagnosen schauen, ...sondern auf deine tatsächlichen Einschränkungen im Alltag. Das kann Folgen haben für Steuer, Kündigungsschutz und Rente.
Dr. Utz Anhalt erklärt, was die 6. Änderungsverordnung zur Versorgungsmedizinverordnung konkret verändert und worauf du bei deinem Antrag 2026 achten musst. Warum reichen Diagnosen allein nicht mehr aus? Wie werden mehrere Einzelbehinderungen zum Gesamt-GdB zusammengefasst? Und was passiert, wenn dein GdB unter die entscheidende Schwelle von 50 fällt?
Diese Fragen werden im Video beantwortet:
▸ Was hat sich seit Oktober 2025 bei der Bewertung des Grads der Behinderung geändert?
▸ Warum reicht eine Diagnose allein nicht mehr für die Einstufung?
▸ Wie werden mehrere Einzelbehinderungen zum Gesamt-GdB zusammengerechnet?
▸ Was verliere ich, wenn mein GdB unter 50 fällt?
▸ Wie kann ich mit einem Widerspruch meinen Schwerbehindertenstatus und meine Rente sichern?
INHALT:
0:00 – GdB kann 2026 sinken, obwohl die Gesundheit gleich bleibt
1:03 – 6. Änderungsverordnung: Was sich seit Oktober 2025 geändert hat
3:35 – Was die neuen Regeln für deinen Antrag 2026 bedeuten
6:08 – Gesamt-GdB: Warum Behinderungen nicht einfach addiert werden
12:17 – Unter GdB 50: Diese Ansprüche verlierst du
13:12 – Extra-Tipp: Widerspruch einlegen und Rente sichern
Schwerbehinderung: Strengere Maßstäbe beim GdB in 2026
Dein Grad der Behinderung kann 2026 niedriger ausfallen – obwohl sich ...
Dein Grad der Behinderung kann 2026 niedriger ausfallen – obwohl sich an deiner Gesundheit nichts geändert hat. Seit Oktober 2025 gelten neue Bewertungsregeln, die nicht mehr nur auf Diagnosen schauen, ...sondern auf deine tatsächlichen Einschränkungen im Alltag. Das kann Folgen haben für Steuer, Kündigungsschutz und Rente.
Dr. Utz Anhalt erklärt, was die 6. Änderungsverordnung zur Versorgungsmedizinverordnung konkret verändert und worauf du bei deinem Antrag 2026 achten musst. Warum reichen Diagnosen allein nicht mehr aus? Wie werden mehrere Einzelbehinderungen zum Gesamt-GdB zusammengefasst? Und was passiert, wenn dein GdB unter die entscheidende Schwelle von 50 fällt?
Diese Fragen werden im Video beantwortet:
▸ Was hat sich seit Oktober 2025 bei der Bewertung des Grads der Behinderung geändert?
▸ Warum reicht eine Diagnose allein nicht mehr für die Einstufung?
▸ Wie werden mehrere Einzelbehinderungen zum Gesamt-GdB zusammengerechnet?
▸ Was verliere ich, wenn mein GdB unter 50 fällt?
▸ Wie kann ich mit einem Widerspruch meinen Schwerbehindertenstatus und meine Rente sichern?
INHALT:
0:00 – GdB kann 2026 sinken, obwohl die Gesundheit gleich bleibt
1:03 – 6. Änderungsverordnung: Was sich seit Oktober 2025 geändert hat
3:35 – Was die neuen Regeln für deinen Antrag 2026 bedeuten
6:08 – Gesamt-GdB: Warum Behinderungen nicht einfach addiert werden
12:17 – Unter GdB 50: Diese Ansprüche verlierst du
13:12 – Extra-Tipp: Widerspruch einlegen und Rente sichern
Neue Pflegegeld-Regel 2026: 3539 € für Pflege - Diese Frist muss man einhalten
Belege zu spät eingereicht – Erstattung komplett weg. Seit Januar 2026 ...
Belege zu spät eingereicht – Erstattung komplett weg. Seit Januar 2026 gilt bei der Verhinderungspflege eine knallharte Abrechnungsfrist: Wer die Nachweise nicht bis Ende des nächsten Kalenderjahres einreicht, verliert den ...gesamten Anspruch. Nicht teilweise, nicht mit Aufschlag – alles.
Dr. Utz Anhalt erklärt das neue gemeinsame Budget von 3.539€ für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege und zeigt, wo die Stolperfallen liegen. Warum zahlt die Pflegekasse bei Angehörigen weniger als erwartet? Welche Kosten bei der Kurzzeitpflege musst du selbst tragen? Und wie sicherst du dir zusätzliches Geld durch dokumentierte Fahrtkosten und Verdienstausfall?
Diese Fragen werden im Video beantwortet:
▸ Was ist das gemeinsame Budget für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege und wie hoch ist es?
▸ Bis wann muss ich die Belege für die Verhinderungspflege bei der Pflegekasse einreichen?
▸ Wie viel zahlt die Pflegekasse, wenn enge Angehörige die Verhinderungspflege übernehmen?
▸ Welche Kosten übernimmt die Pflegekasse bei der Kurzzeitpflege nicht?
▸ Wie bekomme ich Fahrtkosten und Verdienstausfall bei der Ersatzpflege erstattet?
INHALT:
0:00 – Neue Regel 2026: Belege zu spät eingereicht, Erstattung komplett weg
1:04 – Gemeinsames Budget 3.539€: Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zusammengelegt
2:28 – Was ist Verhinderungspflege und was hat sich 2025 geändert
4:29 – Haken bei Angehörigen: Warum die Pflegekasse weniger zahlt als erwartet
6:15 – Kurzzeitpflege: Welche Kosten die Pflegekasse nicht übernimmt
10:25 – Extra-Tipp: Fahrtkosten und Verdienstausfall zusätzlich erstatten lassen
Gesundheitsreform 2026: Das wird für euch jetzt teurer!
Seit Wochen wird über die neue Gesundheitsreform diskutiert: ...
Seit Wochen wird über die neue Gesundheitsreform diskutiert: Zuckersteuer, höhere Zuzahlungen für Medikamente, der Streit darum, wer die Versicherung von Bürgergeld-Empfängern zahlen soll und vieles mehr. Worum geht’s da genau? ...Betrifft das euch und wenn ja, wie? Welche Leistungen fallen weg, was wird teurer und vor allem: Löst das wirklich die Probleme unseres Gesundheitssystems? Das erklärt euch Mirko Drotschmann, aka MrWissen2go in diesem Video.
Warum müssen die gesetzlichen Krankenkassen überhaupt sparen?
Die gesetzlichen Krankenkassen stehen seit Jahren unter starkem finanziellem Druck. Die Ausgaben steigen deutlich schneller als die Einnahmen, unter anderem durch höhere Behandlungskosten, mehr ältere Versicherte und teurere Medikamente. 2020 lagen die Ausgaben noch bei rund 263 Milliarden Euro, 2024 bereits bei etwa 327 Milliarden Euro. Ohne Reform drohen in den kommenden Jahren hohe Defizite, die entweder durch höhere Beiträge oder zusätzliche staatliche Mittel ausgeglichen werden müssten.
Welche konkreten Änderungen plant die Gesundheitsreform für Versicherte?
Geplant sind mehrere Maßnahmen, die direkt im Alltag spürbar werden könnten. Dazu gehören höhere Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente sowie mögliche Kürzungen bei Leistungen, etwa bei Vorsorgeuntersuchungen oder alternativen Behandlungen wie Homöopathie. Auch beim Krankengeld sind Anpassungen im Gespräch, etwa Teil-Krankschreibungen, bei denen Beschäftigte teilweise weiterarbeiten könnten. Zusätzlich wird über neue Einnahmen wie eine Zuckersteuer oder höhere Beiträge für bestimmte Versicherte diskutiert.
Löst die Reform die Probleme des Gesundheitssystems langfristig?
Die Bundesregierung sieht die Reform als notwendige Stabilisierung, um das System finanziell wieder auf Kurs zu bringen. Kritiker hingegen warnen, dass damit vor allem kurzfristig gespart wird, ohne die strukturellen Probleme zu lösen. Dazu zählen eine alternde Gesellschaft, steigende Gesundheitskosten und eine ungleiche Verteilung der Finanzierung. Viele Experten bezweifeln daher, dass die Reform allein ausreicht, um das System langfristig zu sichern.
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Verhinderungspflege 2026: Was wirklich erlaubt ist… und was nicht!
Verhinderungspflege bleibt eines der kompliziertesten Themen der ...
Verhinderungspflege bleibt eines der kompliziertesten Themen der Pflegeversicherung.
Wer darf abrechnen? Wie funktioniert die Abrechnung? Was gilt bei Kindern, Enkeln, Geschwistern, Nachbarn oder Lebenspartnern? Wann wird das Pflegegeld gekürzt und wann ...nicht?
In diesem neuen Video beantwortet Angelika Niedermaier wieder zahlreiche echte Zuschauerfragen rund um die Verhinderungspflege 2026 und erklärt verständlich, worauf Pflegebedürftige und Angehörige unbedingt achten müssen.
Themen im Video:
• Wer Verhinderungspflege abrechnen darf
• Unterschiede zwischen verwandt, verschwägert und „fremd“
• Wie viel Angehörige maximal abrechnen dürfen
• Stundenweise oder tageweise Verhinderungspflege
• Wann Pflegegeld gekürzt wird
• Wie die Abrechnung mit der Pflegekasse funktioniert
• Was bei mehreren Pflegepersonen gilt
• Verhinderungspflege bei Nachbarn, Freunden oder Lebenspartnern
• Häufige Fehler bei der Antragstellung
• Tipps zur Abrechnung mit der Pflegekasse
Dieses Video richtet sich an:
Pflegebedürftige, Angehörige, Pflegepersonen, Familien mit Pflegegrad, Senioren und alle Menschen, die Verhinderungspflege endlich wirklich verstehen möchten.
Ich bin Sozialdemokrat und habe diesen Blog erstellt, um über das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu informieren. Dabei geht es um Probleme im Alltag, wie zum Beispiel barrierefrei zugängliche Gebäude. Außerdem berichte ich über Schwierigkeiten in der ÖVP und gebe viele weitere Informationen zur Unterstützung von Menschen mit einem Handicap. Ich selbst habe ADHS, was mich ebenfalls zu den Menschen mit Behinderungen zählt.